Bundesliga: Admira startet mit Sieg in Qualigruppe

So ein Kunststück war dem 28-Jährigen in dieser Saison auch schon beim 3:3 in Klagenfurt geglückt. Beim 2:0 in Altach war er via Elfmeternachschuss erfolgreich gewesen. Kerschbaum hält nun bereits bei acht Saisontoren und ist damit die klare Nummer eins seines Teams. Dank ihm beendeten die Südstädter ihre Heimmisere nach sechs Niederlagen in der BSFZ Arena in Folge. Ried bleibt auswärts schwach. Das 2:1 im November bei der Admira bleibt der einzige Erfolg in der Meisterschaft in der Fremde.

Nach dem knapp verpassten Platz in der Meistergruppe wollten die Rieder im „unteren Play-off“ gleich ein kräftiges Zeichen setzen. Das blieb aber völlig aus. Die Truppe von Coach Robert Ibertsberger konnte den moralischen Tiefschlag von vergangener Woche sichtlich nicht wegstecken und hatte vor der Pause Glück, nicht deutlich in Rückstand zu geraten. Einziger Treffer blieb ein verwandelter Elfmeter von Kerschbaum. Julian Wießmeier hatte den Ball bei einem Kerschbaum-Schuss auf Schulterhöhe mit der Hand gespielt. Der Video Assistant Referee schritt ein und Josef Spurny bestätigte die Entscheidung nach TV-Studium.

Admira startet mit Sieg

Admira hat sich über einen erfolgreichen Start in die Qualifikationsgruppe der Bundesliga freuen dürfen. Die Niederösterreicher setzten sich am Samstag im ersten von zehn Spielen gegen die SV Guntamatic Ried mit 2:0 durch.

Kerschbaum schnürt Elfmeterdoppelpack

Danach war es vor allem Marlon Mustapha, der immer wieder gefährliche Aktionen hatte, allerdings im Abschluss entweder die falschen Entscheidungen traf oder zu schwach abschloss. In der 14. Minute hätte er auf mitlaufende Mitspieler querspielen müssen, schloss aber selbst ab und scheiterte am Ex-Admiraner Christoph Haas, der den gesperrten Samuel Sahin-Radlinger gut vertrat. Der Admira-Stürmer setzte auch einen Kopfball drüber (15.) und ließ kurz vor dem Seitenwechsel eine weitere Topchance aus. Mustapha umkurvte Rieds Goalie, brachte dann aber den Ball am heranrutschenden Tin Plavotic nicht vorbei (44.).

Davor Jan Vodhanel (35.) und danach Stefano Surdanoviuc (45.+1) fehlte ebenfalls die Effizienz. Die Rieder konnten ihre zahlreichen individuellen Fehler und ihre Unsicherheit auch nach der Pause nicht ablegen. Die Admiraner diktierten das Geschehen nach Belieben, man musste allerdings weiter die Chancenverwertung bemängeln. Mustapha ließ eine weitere Kopfballchance ungenützt (56.). Der zweite Treffer fiel als Kopie des ersten. Diesmal nahm Felix Seiwald im Strafraum die Hand zu Hilfe, wieder waren die TV-Bilder entscheidend. Kerschbaum verwandelte erneut, im Gegensatz zu vorher war sein schwacher Schuss aber haltbar.

Kaum Chancen für Ried

Ried wurde nur bei einem Nutz-Schuss an die Stange gefährlich, bei dem Andreas Leitner da gewesen wäre (73.). Verdienter wäre aber ein noch höherer Heimsieg gewesen. Weitere Gegentreffer verhinderte Haas bei seinem Bundesliga-Debüt im Duell mit Vodhanel (82.) und Surdanovic (83., 96.). Damit holte die Admira zum zweiten Mal in Folge drei Punkte.

Stimmen zum Spiel

Andreas Herzog (Admira-Trainer): „Ich bin sehr zufrieden, dass uns endlich wieder einmal zu Hause ein Sieg gelungen ist. Das war enorm wichtig. Die Leistung war sowohl kämpferisch als auch fußballerisch sehr gut, natürlich mit dem Manko der Chancenauswertung, was sich durch die ganze Saison zieht. Zwei Tore aus Hands-Elfmetern sind auch schön, ich hätte aber gerne Tore aus dem Spiel heraus gehabt, was leider nicht passiert ist.“

„Mustapha erarbeitet sich die Chancen, kriegt sie nicht geschenkt, es ist aber enorm wichtig, dass er im Abschluss kaltschnäuziger wird. Wir haben den Start im Abstiegskampf erfolgreich absolviert, es ist aber weiter alles offen. Wir hoffen, dass es der Startschuss für weitere Siege war.“

Robert Ibertsberger (Ried-Trainer): „Von der ersten Sekunde an waren wir nicht am Platz. Ich kann mir das nicht erklären, das muss man aufarbeiten. Im Training hat es in den letzten Tagen recht gut ausgeschaut, waren die Spieler auch sehr fokussiert. Es war ein sehr verdienter Sieg der Admira. Bei uns sind die ganzen Grundtugenden vergessen worden, während die Admira, so wie wir es selbst machen wollten, mit guter Aggressivität und Einstellung von Beginn an da war.“

„Die beiden Elfmeter waren nicht entscheidend, sondern unser Auftreten. Ich bin vom Auftritt schwer enttäuscht, vielleicht war es aber als Wachrütteln für die nächsten Wochen gut. Ich bin zur Pause schon etwas lauter geworden und nach dem Match habe ich den Spielern auch klar gesagt, was sie für ein Match abgeliefert haben.“

Admiral Bundesliga, 23. Runde, Qualifikationsgruppe

Samstag:

Admira – Ried 2:0 (1:0)

Maria Enzersdorf, BSFZ Arena, 1.000 Zuschauer, SR Spurny

Tore:
1:0 Kerschbaum (11./Elfmeter)
2:0 Kerschbaum (71./Elfmeter)

Admira: Leitner – Zwierschitz, Luan (90./Major), Bauer, Lukacevic (71./Ostrzolek) – Ebner, L. Malicsek – Surdanovic, Kerschbaum, Vodhanel (90./Ristanic) – Mustapha (81./Vorsager)

Ried: Haas – Wießmeier, Meisl, Plavotic, F. Seiwald (83./Weberbauer) – Ziegl, Stosic (83./Offenbacher) – Bajic, S. Nutz (90./Lackner), Mikic (90./Ungerath) – Nene (62./Canadi)

Gelbe Karten: Herzog (Trainer) bzw. Plavotic, Mikic

Die Besten: Kerschbaum, Vodhanel, Bauer bzw. Haas

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