Bundesliga: Endspurt um die Meistergruppe

Klagenfurt hat vor der 21. Runde bereits vier Punkte Vorsprung auf den Siebenten Rapid, Ried liegt zwei Punkte vor den Wienern. Auch der aktuelle Achte LASK könnte die Kärntner nicht mehr abfangen, wenn diese gegen Ried reüssieren. „Die Ausgangsposition sollte uns nicht unter Druck setzen, sondern positive Energie auslösen“, sagte Trainer Peter Pacult. „Die Chance auf die Meistergruppe haben wir uns über die letzten Monate hart erarbeitet, die Vorfreude auf das Spiel ist riesig, auch wenn wir personelle Probleme haben“, sagte Pacult.

Auch ein Scheitern wäre für den Coach kein Problem. „Wenn wir es schaffen, wäre es eine Riesensensation, wenn nicht, wird auch keiner böse sein, aber daran denke ich nicht“, sagte Pacult. Die Formkurve der Klagenfurter ist mit nur einer Niederlage in den vergangenen sieben Runden jedenfalls konstant und liegt über denen der meisten Konkurrenten. Vier Partien davon wurden gewonnen, darunter war das Highlight am 27. November mit 2:1 gegen Red Bull Salzburg.

Bundesliga, 21 Runde

Beginn 17.00 Uhr:

Klagenfurt – Ried

Wörthersee Stadion, SR Ciochirca

Mögliche Aufstellungen:

Klagenfurt: Menzel – Gkezos, Mahrer, N. Wimmer, Schumacher – Timossi Andersson, Cvetko, Gemicibasi – Greil, Pecirep, Jaritz

Ried: Sahin-Radlinger – Wießmeier, Meisl, Plavotic, F. Seiwald – Stosic, Offenbacher, Pomer – Bajic, Nutz, Nene

Cupduell ging an Ried

Und die Bilanz liest sich noch bemerkenswerter, wenn man sich die Tatsache vor Augen hält, dass Pacult zuletzt fast ein Dutzend Spieler nicht zur Verfügung stand. Entspannung gibt es auch vor dem Duell mit Ried nur bedingt, immerhin Patrick Greil und Goalie Phillip Menzel waren wieder im Training. Zudem kehrt der zuletzt gesperrt gewesene Turgay Gemicibasi zurück. „Meine Mannschaft ist schon in der Vergangenheit unbekümmert mit Drucksituationen umgegangen und steckt Ausfälle bravourös weg“, sagte Pacult.

Ried hat zuletzt gegen die WSG mit 3:2 gewonnen. Nach der Klagenfurter Austria bekommen es die Innviertler in der 22. Runde im eigenen Stadion noch mit Puntigamer Sturm Graz zu tun, weshalb man sich die Drucksituation zum Schluss gerne ersparen würde. Dazwischen geht es im Cup-Semifinale gegen Egger Glas Hartberg. „Wir werden einen guten Plan brauchen, es wird nicht einfach. Aber wir wollen unbedingt drei Punkte holen. Das wäre dann wieder ein großer Schritt Richtung Meistergruppe“, sagte Abwehrspieler Luca Meisl.

Die Erinnerung an das jüngste Duell ist noch lebhaft: Im Cup-Viertelfinale setzte sich Ried vor drei Wochen zu Hause mit 2:0 durch. „Klagenfurt wird das Cupspiel gegen uns genau analysiert haben. Man hat schon in den letzten Spielen gesehen, dass sie das eine oder andere verändert haben“, sagte Trainer Robert Ibertsberger. „Im Cup sind wir nicht ans Level vom Herbst herangekommen, auch wenn die zweite Hälfte toll war“, sagte Pacult. „Vielleicht hat Ried ein bisschen das Semifinale am Mittwoch im Hinterkopf.“

Nächstes Endspiel für die Austria

Die Austria will auf der Zielgerade im Rennen um die Meistergruppen das momentane Hoch verlängern. Nach zwei Zu-null-Siegen in den ersten beiden Frühjahresrunden sind die „Veilchen“ mit einem Heimerfolg über den WAC am Sonntag voraussichtlich fix unter den Top Sechs. „Wir haben diese Situation jetzt in zwei Spielen vorgefunden und haben jetzt wieder ein Endspiel, in dem wir vielleicht alles entscheiden können“, sagte Austria-Trainer Manfred Schmid.

Bundesliga, 21 Runde

Beginn 17.00 Uhr:

Austria – WAC

Generali Arena, SR Gishamer

Mögliche Aufstellungen:

Austria: Pentz – Martins, Mühl, Handl, Galvao, Suttner – Braunöder, Martel – Jukic, Fischer – Ohio

WAC: Kofler – Jasic, Baumgartner, Lochoshvili, Dedic – Leitgeb – Peretz, Liendl, Taferner – Vizinger, Baribo

Nach 2:0-Siegen gegen Schlusslicht Cashpoint Altach und Hartberg in den vergangenen Wochen wartet laut Schmid nun aber ein anderes Kaliber. Der WAC ist erster Verfolger von Meister Salzburg und musste sich beim souveränen Spitzenreiter zuletzt erst in der Nachspielzeit mit 0:2 geschlagen geben. Schmid bescheinigte den Kärntnern „unglaubliche Qualität in der Offensive“ und klare Abläufe im Spiel. „Es ist wichtig, dass wir da auch gut abgesichert sind“, sagte er.

Liendl bei WAC wieder zurück

Bei den Kärntnern kehrt Regisseur Michael Liendl zurück. Der 36-Jährige fehlte in Salzburg aufgrund eines positiven CoV-Tests, konnte die Quarantäne aber wieder verlassen. Mario Leitgeb ist wegen Rückenproblemen fraglich. Dutt muss nur bedingt Kräfte schonen. Das für Mittwoch geplant gewesene Halbfinale im Uniqa-ÖFB-Cup daheim gegen Salzburg wurde verschoben, nachdem die von CoV schwer getroffenen „Bullen“ ihr Sonntag-Spiel gegen den LASK erst drei Tage später absolvieren werden.

Bei der Austria stünden Marco Djuricin und vielleicht auch Muharem Huskovic wieder zur Verfügung. Djuricin wurde schon gegen Hartberg im Finish eingewechselt, Huskovic absolvierte in dieser Woche bereits Teile des Mannschaftstrainings. Schmid berichtete von einer „sehr, sehr guten Stimmung“ im Training. „Das war schon in den letzten Wochen so.“ Taktisch könnte die Austria reagieren und mit Lucas Galvao auf eine Dreierkette in der Abwehr setzen.

Rapid weiß, worum es geht

Rapid muss unterdessen nach dem Aus im Europacup den nächsten Rückschlag innerhalb weniger Tage verhindern. Ein Verpassen der Top Sechs wäre noch bitterer als das Ausscheiden im Conference-League-Sechzehntelfinale. „Es ist gut, dass wir in drei Tagen gleich wieder ein Spiel haben“, sagte Abwehrspieler Kevin Wimmer. Eine erschreckend schwache Abwehrleistung vor der Pause in einer scheinbar nicht funktionierenden Dreierkette sowie Harmlosigkeit in der Offensive ließen das Selbstvertrauen der Wiener aber alles andere als steigen.

Bundesliga, 21 Runde

Beginn 17.00 Uhr:

WSG Tirol – Rapid

Tivoli Stadion Tirol, SR Ebner

Mögliche Aufstellungen:

WSG: Oswald – Ranacher, Behounek, Awoudja, Schulz – Ertlthaler, Blume, Naschberger, Skrbo – Vrioni, Prica

Rapid: Hedl – Schick, Aiwu, K. Wimmer, Auer – Petrovic, Grahovac, Knasmüllner, Ljubicic – Druijf, Grüll

Trainer Ferdinand Feldhofer muss vor dem Duell mit der WSG mit personellen Fragezeichen umgehen. „Wir sind nicht die megaerfahrene Mannschaft, haben junge Spieler, die so eine Situation noch nicht kennen, ich bin aber von der Qualität der Truppe überzeugt“, sagte Thorsten Schick. Egal ob jung oder alt, man werde im Tivoli Stadion Tirol eine richtig gute Mannschaft auf dem Platz haben. „Jeder weiß, um was es geht. Wir haben noch alles in der eigenen Hand, und ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass wir es schaffen werden“, sagte der Außenspieler und blickte optimistisch nach vorne.

Gemeint ist ein Platz in der Meistergruppe. Um dort dabei zu sein, benötigt man neben jenem in Tirol aber auch einen Erfolg zum Abschluss gegen Klagenfurt. Jener gegen Wattens scheint zumindest von der Papierform her leichter. Die Wiener gewannen in der Liga gegen die WSG fünf von sieben Spielen. In Tirol waren es zwei Siege und ein Remis. „Wir werden uns da rausziehen und am Sonntag drei Punkte holen“, sagte Feldhofer und gab sich optimistisch.

Tirol will Negativtrend stoppen

Die Tiroler haben als Zehnter fünf Punkte weniger als Rapid auf dem Konto. Nach nur einem Punkt aus den letzten vier Runden gilt es im Abstiegskampf einen Negativtrend zu stoppen. „Wir sollten auf jeden Fall punkten. Es kann durchaus sein, dass alles extrem eng zusammenrückt. Deshalb sind wir gut damit beraten, aus den zwei verbleibenden Runden im Grunddurchgang so viele Punkte wie möglich mitzunehmen“, sagte Trainer Thomas Silberberger.

Sein Team hat durch die Niederlage in der letzten Woche gegen Ried keine Chance mehr auf die Top Sechs. Dennoch erwartet der Coach von seinen Spielern vollen Einsatz. „Wenn einer meiner Spieler ein Motivationsproblem hat, unabhängig davon, ob Rapid oder die Admira kommt, der sollte seinen Spind räumen. Wenn ich mit einem Profi über Motivation sprechen muss, dann ist er in seinem Beruf fehl am Platz.“

Bundesliga, 21 Runde

Beginn 17.00 Uhr:

Sturm – Hartberg

Merkur Arena, SR Schüttengruber

Mögliche Aufstellungen:

Sturm: Siebenhandl – Gazibegovic, Affengruber, Wüthrich, Dante – Hierländer, Gorenc-Stankovic, Sarkaria, Prass – Jantscher, Höjlund

Hartberg: Swete – Farkas, Steinwender, Sonnleitner, Klem – Sturm, Kainz, Diarra, Avdijaj – Heil, Tadic

Sturm hofft endlich auf Heimsieg

Sturm hat seinen Platz in der Meistergruppe schon fix. Im dritten Ligaheimspiel dieses Jahres wollen die Grazer aber endlich den ersten Sieg einfahren. Nach Unentschieden gegen WSG Tirol und Rapid soll es für den Tabellendritten gegen Hartberg klappen. Die Oststeirer haben seit der Vorwoche keine realistische Chance mehr auf die Meistergruppe, hoffen aber auf ein ähnliches Husarenstück wie am 3. Oktober des Vorjahres, als ein 3:2-Heimsieg gegen die Grazer gelang.

Diese Pleite liegt Trainer Christian Ilzer noch immer im Magen. „Das war eine schmerzhafte Niederlage. Da haben wir einige Punkte nicht zu unserer Zufriedenheit erledigt“, sagte Sturm-Coach. In der vorletzten Runde vor der Teilung sind jetzt aber drei Punkte eingeplant. „Wir wollen klar zeigen, dass wir die Nummer eins in der Steiermark sind“, sagte Ilzer vor dem Derby.

Der Stotterstart ins neue Jahr bereitet Ilzer kein allzu großes Kopfzerbrechen. „Wir sind weit weg von schlechten Leistungen, es war spielerisch beide Male okay. Wir bringen gute Power und gutes Teamwork auf den Platz und sind in einer guten Richtung unterwegs.“ Es gebe aber Luft nach oben, vor allem im Defensivverhalten bei Standardsituationen. „Da müssen wir uns steigern. Wir dürfen nicht so einfache Tore bekommen“, forderte Ilzer.

Steirer-Derby am Sonntag

Am Sonntag stehen in der Bundesliga vier Spiele auf dem Programm, darunter auch das steirische Derby zwischen Sturm Graz und Hartberg.

Hartberg hat Cup-Semifinale im Hinterkopf

Auch für Hartberg lief es zuletzt nicht wunschgemäß. Dem Auswärtssieg im Cup-Viertelfinale gegen Rapid folgten ein Unentschieden gegen die Admira und eine Niederlage gegen die Austria, damit wurde ein möglicher Platz in der Meistergruppe verspielt. „Das hat schon wehgetan, das merkt man auch jetzt noch. Aber es hilft ja nichts. Vielleicht ist es gut, dass wir jetzt gegen Sturm spielen. Da heißt es, die haben eh keine Chance“, sagte Trainer Kurt Russ.

Für seine Truppe steht am Mittwoch das Cup-Semifinale gegen Ried auf dem Programm. „Dieses Spiel habe ich sicher ein bischen im Hinterkopf“, so Russ. Schonen dürfe man sich gegen Sturm jedoch nicht, sagte der Ex-Teamspieler. „Wir wollen in Graz eine gute Leistung bringen und dann mit einem guten Gefühl nach Ried reisen.“

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