Bundesliga: Remis gegen Salzburg ist für LASK zu wenig

Der LASK liegt vor der letzten Runde des Grunddurchgangs jeweils drei Zähler hinter dem Sechsten Rapid und dem Siebenten Ried, sollten beide ihre Spiele verlieren und der LASK beim WAC gewinnen, käme eine Dreiertabelle zum Tragen – da hätte der LASK das Nachsehen.

Vor 4.845 Zuschauern hatten die Gastgeber gegen die nach ihrem CoV-Cluster gebeutelten Salzburger Vorteile. Selbst schwächte man sich wieder mit einer Gelb-Roten Karte. Diesmal war Rene Renner der Mann, der im Mittelfeld zum unnötigen Foulspiel ausholte (51.).

Im Finish vergaben Peter Michorl und Sascha Horvath Chancen auf den notwendigen LASK-Sieg, auf der anderen Seite vergab aber auch der eingewechselte Maurits Kjaergaard einen Salzburger Matchball.


GEPA/Manfred Binder

Der LASK spielt im Frühjahr erstmals in der Qualifikationsgruppe

Bei Salzburg meldete sich vor dem Duell mit den Linzern ein Großteil des Kaders wieder fit, das waren auch wichtige Nachrichten im Hinblick auf das Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale bei Bayern München am Dienstag. Durch die Rückkehrer präsentierte sich die Startelf ähnlich wie jene beim jüngsten Last-Minute-2:0 gegen den WAC am 20. Februar. Nur Kapitän Andreas Ulmer fehlte links in der Abwehr und wurde durch Daouda Guindo ersetzt, zudem agierte Mamady Diambou im Mittelfeldzentrum anstelle von Mohamed Camara. Der auch schon gegen die Wolfsberger fehlende Maximilian Wöber war noch nicht fit genug für einen Einsatz.

LASK hat mehr vom Spiel, Solet verletzt sich

Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Ukraine-Krieges waren es die Linzer, die bei Temperaturen um den Gefrierpunkt besser im Spiel waren. Der Ball lief gut in den Reihen der Heimischen, die auch immer wieder gefährlich in Richtung Salzburg-Strafraum kamen, dort aber den letzten Pass nur selten anbrachten. Die Salzburger waren nach den Coronavirus-Turbulenzen wenig überraschend weit entfernt von ihrer Topform, verloren viel zu leicht die Bälle und gewannen auch zu wenig zweite Bälle. Nicht förderlich war auch, dass Innenverteidiger Oumar Solet in der 23. Minute mit Verdacht auf eine Muskelverletzung im Oberschenkel früh ausschied.

Die erste Topchance im Spiel fanden trotzdem die Gäste vor. Karim Adeyemi lief nach Adamu-Lochpass alleine auf Alexander Schlager zu, setzte den Ball aber von der Strafraumgrenze am Tor vorbei (32.). Eine Führung wäre schmeichelhaft gewesen, verdient hätten sich diese eher die Linzer, die vor der Pause zweimal brandgefährlich waren. Thomas Goiginger spielte uneigennützig auf Florian Flecker, der den Ball zuerst unverständlicherweise durchließ und dann nicht richtig zum Abschluss kam (40.). Gleich darauf musste Salzburg-Tormann Philipp Köhn einen Goiginger-Weitschuss sehenswert aus dem Eck fischen (41.).

Unnötiger Ausschluss bremst Linzer

Die Linzer nahmen den Schwung in die zweite Hälfte mit und wurden bei einem Balic-Kopfball (47.) gefährlich, schwächten sich dann aber selbst. Renner musste nach wiederholtem Foulspiel vorzeitig vom Feld. Das machte die Sache für Salzburg etwas leichter, Adeyemi fehlte aber neuerlich die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss, schoss vom Fünfer drüber (54.). Die Linzer standen trotz Unterzahl unter Zugzwang, suchten daher weiter den Weg nach vorne, der Siegtreffer, der die Chance auf die Meistergruppe am Leben gehalten hätte, blieb aber aus, da ein Michorl-Abschluss drüber ging (90.) und sich Köhn bei einer Horvath-Chance auszeichnete (91.). In der Nachspielzeit war Salzburgs Nicolas Capaldo nach einem Foulspiel an Michorl mit Gelb gut bedient, danach vergab Kjaergaard noch knapp.

Immerhin konnte der LASK aber nach sieben Niederlagen im direkten Duell in der Liga erstmals wieder Zählbares gegen Salzburg holen. Salzburg bekommt es vor der Punkteteilung und bei der Bayern-Generalprobe am Samstag noch mit Schlusslicht Altach zu tun.

Admiral-Bundesliga, 21. Runde, Nachtrag

Mittwoch:

LASK – Salzburg 0:0

Pasching, Raiffeisen Arena, 4.845 Zuschauer, SR Spurny

LASK: Schlager – Potzmann, Boller, Wiesinger, Renner – Holland, Jovicic (46./Michorl) – Flecker, Horvath, Goiginger (84./Gruber) – Balic (75./Schmidt)

Salzburg: Köhn – Kristensen, Piatkowski, Solet (23./Van der Brempt), Guindo – Capaldo, Diambou (46./N. Seiwald), Aaronson, Bernede (46./Kjaergaard) – Adamu (85. Forson), Adeyemi (78./Tijani)

Gelb-Rote Karte: Renner (50./Foul)

Gelbe Karten: Flecker bzw. Kjaergaard, Capaldo, Tijani

Die Besten: Holland, Horvath, Boller bzw. Köhn, Kristensen

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Bundesliga: Remis gegen Salzburg ist für LASK zu wenig

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