Bundesliga: Ried behauptet Spitzenposition

Die Hartberger sind damit seit zehn Runden ohne Sieg und warten seit bereits 657 Ligaminuten auf einen Treffer. Kurz vor Schluss sah der Rieder Stefan Nutz vor 4.010 Zuschauern in der Josko Arena die Rote Karte (87.) für ein hartes Foul an Thomas Rotter, nachdem sich Schiedsrichter Daniel Pfister noch einmal die Videobilder angesehen hatte. Die Hartberger um Trainer Klaus Schmidt liegen mit 14 Zählern auf dem fünften Platz, Schmidt wartet auch nach dem vierten Spiel an der Seitenlinie der Steirer auf den Befreiungsschlag.

Schmidt nahm vor dem Spiel diverse Veränderungen vor, setzte den zuletzt glücklosen Torjäger Dario Tadic auf die Bank und vertraute zunächst auf ein defensives 5-3-2-System. Nach einer passiven Anfangsphase auf beiden Seiten wurden die Gäste aus der Oststeiermark immer mutiger. Der Schmidt-Elf merkte man an, die Torsperre endlich brechen zu wollen. Die große Chance auf die Führung fand TSV-Stürmer Jürgen Lemmerer vor, der mit seinem Schuss aus zehn Metern an Ried-Tormann Samuel Sahin-Radlinger scheiterte (19.).

Hartberg auch im zehnten Spiel ohne Sieg

Die Mannschaft von Klaus Schmidt schafft es auch im zehnten Spiel in Folge nicht, einen Sieg einzufahren. Die Steirer erspielen in Oberösterreich mit einem torlosen Remis einen Punkt.

Mikic vergibt Topchance

Für Aufregung sorgte kurz darauf ein vermeintliches Foul von Julian Wießmeier an seinen früheren Teamkollegen Seth Paintsil, der im Sommer ablösefrei von Ried nach Hartberg gewechselt war. Paintsil wäre wohl alleine auf das Rieder Tor zugelaufen, doch Pfister ließ weiterspielen (21.).

Die Rieder fanden ihrerseits zwei gute Möglichkeiten vor: Erst traf Ante Bajic mit einem Weitschuss nur die Außenstange (29.), dann vergab Leo Mikic die größte Chance kurz vor der Pause. Der Flügelflitzer der Oberösterreicher nahm eine Flanke völlig frei stehend mit der Brust herunter, scheiterte aber aus fünf Metern am starken Swete (44.).

Ried drängt, aber trifft nicht

Den weitaus besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten die Innviertler. Bei einem Schuss von Philipp Pomer musste Tobias Kainz kurz vor der Linie per Kopf klären (51.). Auch Bajic (63.) und Nutz (69.) mit einem direkten Freistoß trafen nicht ins Glück. Die Spielvereinigung übernahm das Kommando, Hartberg verteidigte nur noch. Auch Nene scheiterte aus glänzender Position an Swete (77.).

Nach dem Platzverweis von Nutz hoffte Hartberg auf den Lucky Punch. In der Nachspielzeit kam Kainz zu einer Topchance, brachte aber zu wenig Druck und Präzision hinter den Ball.

Stimmen zum Spiel:

Robert Ibertsberger (Ried-Trainer): „Grundsätzlich war es ein intensives Spiel. Wenn man die Torchancen rechnet, muss man das 0:0 mitnehmen. Zufrieden dürfen wir aber nicht sein. Wir sind natürlich ein ein bisschen enttäuscht, dass es keine drei Punkte wurden. Man sieht, wie eng alles zusammengerückt ist. Wir haben gewusst, dass Hartberg gefährlich ist. Wir mussten viel mit dem Ball machen und waren manchmal zu ungeduldig. Wir sind noch gut dabei, nächste Woche gibt es wieder ein wichtiges Heimspiel. Der Druck in der Qualifikationsrunde ist natürlich da. Auch gegen Wattens wird es nicht einfach. Hartberg war mit der Fünferkette nicht einfach zu bespielen, aber wir haben unsere klaren Chancen nicht genutzt.“

Klaus Schmidt (Hartberg-Trainer): „Es war ein sehr intensives und abwechslungsreiches Spiel. Es hätte zwei Sieger geben können. Wir haben uns in der Defensive gut verkauft und waren sehr stabil. Wir hatten Chancen auf den Führungstreffer, dann wäre das Spiel anders gelaufen. Aber auch Swete hat zwei gefährliche Situationen entschärft. Bis zur 86. Minute war es sehr ausgeglichen. Dann hat Kainz den Hunderter leider verklopft. Die Qualifikationsrunde ist keine Honeymoon-Partie. Es geht um Nerven, Ruhe und Konstanz. Die Qualifikationsrunde ist nichts Schönes für die, die dabei sind, aber für die Zuschauer ist es spannend.“

Admiral Bundesliga, 26. Runde

Samstag:

Ried – Hartberg 0:0

Josko Arena, 4.010 Zuschauer, SR Pfister

Ried: Sahin-Radlinger – Wießmeier, Meisl, Plavotic, Pomer – Stosic, Ziegl – Bajic (82./Seiwald), Nutz, Nene (90./Satin) – Mikic (69./Chabbi)

Hartberg: Swete – Horvat (85./Schantl), Steinwender (56./Erhardt), Rotter, Gollner, Klem – Kainz, Diarra, Aydin – Lemmerer (64./Schmerböck), Paintsil (56./Tadic)

Rote Karte: Nutz (87./Foul nach Ansicht der Videobilder)

Gelbe Karten: Stosic bzw. Horvat, Swete

Die Besten: Sahin-Radlinger, Bajic bzw. Swete, Lemmerer

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