Bundesliga: Weichenstellung für die Meistergruppe

Die Wiener Austria befinden sich wie die Steirer bei drei ausstehenden Runden bis zur Punkteteilung mitten drin im Siebenkampf um drei Startplätze in der Meistergruppe. Vor allem für Hartberg steht bei der zwei Zähler davor liegenden Austria viel auf dem Spiel. Selbst ein Remis könnte für die Steirer zu wenig sein.

„Wir fahren nach Wien und wollen einen Sieg einfahren. Es wird schwer, aber es geht um den sechsten Platz“, meinte deshalb TSV-Trainer Kurt Russ. Im Westen Wiens hatte sein Team vor nicht allzu langer Zeit ein Erfolgserlebnis zu bejubeln. Im Viertelfinale des ÖFB-Cups gewann Hartberg vor zwei Wochen bei Rapid 2:1. Gegen die Austria haben die Oststeirer aber zuletzt dreimal in Folge verloren, im ersten Duell der laufenden Saison gab es ein unterhaltsames 3:4.

Bundesliga, 20 Runde

Beginn 17.00 Uhr:

Austria – Hartberg
Generali Arena, SR Muckenhammer

Mögliche Aufstellungen:

Austria: Pentz – Martins, Mühl, Galvao, Suttner – Martel, Braunöder – Jukic, Grünwald, Fischer – Ohio

Hartberg: Swete – Farkas, Sonnleitner, Rotter, Klem – Sturm, Kainz, Diarra, Aydin – Avdijaj, Heil

Austria baut auf Zuschauer

Nach der Überraschung im Cup musste sich Hartberg in der Vorwoche mit einem 1:1 gegen die Admira begnügen, in der Tabelle bedeutet das derzeit Rang acht. Die Austria fuhr zum Frühjahrsstart das erhoffte Resultat bei Schlusslicht Altach (2:0) ein. Die Favoritner liegen auf dem umkämpften sechsten Platz und dürfen nach Lockerung der Coronavirus-Maßnahmen auch auf die Zuschauer bauen. Manfred Schmid ortete eine gewisse Euphorie. „Man spürt die Zuversicht und das Selbstbewusstsein im Training“, sagte der Austria-Coach.

Schmid durfte diese Woche wieder Marco Djuricin im Mannschaftstraining begrüßen. Ob der Stürmer nach verletzungsbedingt verpasster Vorbereitung von Beginn an dabei ist, soll sich erst am Spieltag entscheiden. In der Abwehr steht Neuzugang Lucas Galvao nach erlangter Spielgenehmigung zur Verfügung. Der Brasilianer sei körperlich topfit, merkte Schmid an. „Er bringt auch Erfahrung mit, ist ein Spieler, der uns besser machen wird.“

Die Tabelle wird laut Schmid nicht in der Kabine aufgehängt. „Wir schauen gar nicht drauf. Wenn wir von den letzten drei Spielen zwei gewinnen, bin ich überzeugt, dass wir oben dabei sind.“ Nach Hartberg wartet auf die Austria ein weiteres Heimspiel gegen den WAC, ehe es auswärts gegen die Admira geht.

Ried empfängt WSG Tirol

Eine Weichenstellung erfolgt auch in Ried. Die Oberösterreicher hätten mit einem Heimsieg gegen die WSG Tirol sehr gute Aussichten, den Grunddurchgang der unter den Top Sechs abzuschließen. Umgekehrt würde für die WSG eine Niederlage ziemlich sicher das Ende aller realistischen Hoffnungen auf den Sprung in die Oberhaus-Elite bedeuten.

Admiral Bundesliga, 20 Runde

Beginn 17.00 Uhr:

Ried – Tirol

Josko Arena, SR Lechner

Mögliche Aufstellungen:

Ried: Sahin-Radlinger – Gragger, Meisl, Plavotic – Wießmeier, Stosic, Nutz, Satin, Pomer – Bajic, Canadi

Tirol: Oswald – Koch, Behounek, Awoudja, Schulz – Rogelj, Ogrinec, Müller, Ertlthaler – Prica, Vrioni

Drei Runden vor der Teilung liegt Ried punktegleich mit der Austria und dem Fünften Rapid an der siebenten Stelle. Die Tiroler haben als Zehnter vier Zähler weniger auf dem Konto. Um es wie im Vorjahr über den Strich zu schaffen, sind für die Wattener drei Punkte gleichsam Pflicht, wie auch Trainer Thomas Silberberger bestätigte. „Nur mit einem Sieg geht die Tür nach oben auf“, erklärte der Coach.

Silberberger zuversichtlich

Silberberger reiste mit seiner Truppe bereits am Donnerstag nach Oberösterreich, weil es in Tirol aufgrund der Schneemassen keinen geeigneten Trainingsplatz gab. So holten sich die WSG-Kicker auf dem Platz von Lohnsburg den letzten Feinschliff für die Schnittpartie. Trotz der schwierigen Vorbereitung gab sich Silberberger optimistisch. „Ich bin überzeugt davon, dass meine Mannschaft am Samstag eine außergewöhnliche Leistung abrufen kann und wir die Chance wahren, kommende Woche gegen Rapid das nächste Endspiel zu haben.“

Außerdem kündigte Silberberger an, in Ried im Finish notfalls volles Risiko zu nehmen. „Wir spielen unser gewohntes Spiel, brauchen aber einen Plan, wie wir notfalls in den letzten zehn Minuten ‚all in‘ gehen können.“ Der 48-Jährige erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. „Da treffen zwei gleich starke Mannschaften aufeinander“, sagte der Trainer und lobte den Gegner: „Ried spielt eine fantastische Saison, steht zudem im Cuphalbfinale und ist extrem heimstark. Für uns ist die Aufgabe also eine sehr schwierige.“

Ried-Betreuer Robert Ibertsberger gab die Komplimente umgehend zurück. „Wir müssen sehr diszipliniert arbeiten und dürfen ihnen keine Umschaltmöglichkeiten geben. Das ist ihre Stärke“, warnte der frühere Austria-Coach und verwies auf das jüngste 2:2 der WSG gegen Sturm Graz. „Daran sieht man, dass Tirol für jede Mannschaft gefährlich ist.“

LASK beim Lieblingsgegner

Der LASK gastiert zeitgleich bei Admira. Die Niederösterreicher sind offensichtlich der Lieblingsgegner der Linzer, in den jüngsten neun Ligaduellen gab es nur Siege und somit 27 Zähler für die Linzer. Eine Fortsetzung dieser Serie ist für den LASK im Kampf um die Meistergruppe dringend nötig, bei noch drei ausstehenden Spielen im Grunddurchgang fehlen dem LASK drei Zähler auf Rang sechs.

Admiral Bundesliga, 20 Runde

Beginn 17.00 Uhr:

Admira – LASK

BSFZ-Arena, SR Harkam

Mögliche Aufstellungen:

Admira: Leitner – Zwierschitz, Schmiedl, Bauer, Lukacevic – Ebner, Vorsager – Surdanovic, Kerschbaum, Vodhanel – Mustapha

LASK: Schlager – Potzmann, Boller, Wiesinger, Twardzik – Holland, Jovicic – Goiginger, Horvath, Gruber – Raguz

Das Auswärtsspiel beim Ligavorletzten ist für die Truppe von Trainer Andreas Wieland die vermeintlich leichteste Aufgabe in den letzten drei Matches, bevor sich die Liga teilt. Denn nach der Admira warten daheim noch Salzburg sowie in Wolfsberg der WAC. Ein Sieg ist also für den Tabellenneunten Pflicht, will der LASK doch noch den Weg in die Top Sechs finden. Das Heimspiel in der Hinrunde endete 3:1 für die Linzer.

Obwohl es in den beiden Pflichtspielen seit der Winterpause noch keinen Sieg gab, ist der LASK-Coach guter Dinge. „Sowohl gegen Salzburg als auch gegen Klagenfurt haben wir viele Dinge, insbesondere offensiv, schon sehr gut umgesetzt. Darauf bauen wir auf“, sagte Wieland und forderte von seinem Team „mehr Cleverness. Dann werden wir uns auch wieder für unsere Leistung belohnen.“

Admira kämpft gegen Negativserie

Die Admira, die kaum noch Chancen auf die Meistergruppe hat und in der Tabelle vier Punkte hinter dem LASK liegt, will gleich zwei Negativserien beenden. Zum einen soll der erste Sieg gegen die Oberösterreicher seit dem 30. September 2017 her. Zum anderen würde das Team von Trainer Andreas Herzog damit den ersten vollen Ligaerfolg seit dem 2. Oktober einfahren. Derzeit sind die Admiraner seit neun Runden (fünf Remis, vier Niederlagen) sieglos.

„Wir wollen daheim endlich wieder anschreiben. Wir müssen in der Defensive kompakt bleiben und dürfen dem Gegner keine Räume geben. Wichtig wird auch unser Umschaltspiel sein. Das hat in Hartberg schon sehr gut funktioniert, wir sind zu vielen Tormöglichkeiten gekommen“, sagte Herzog, der vor allem die Chancenverwertung seiner Elf bemängelte.

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Bundesliga: Weichenstellung für die Meistergruppe

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