Eishockey: Salzburg erobert siebenten Ligatitel

Das Kunststück eines „Play-off-Sweeps“ war zuvor nur den Vienna Capitals in der Saison 2016/17 gelungen. Zudem gelang den „Bullen“ mit der Mindestanzahl von zwölf Siegen im Play-off die perfekte Postseason. Nach dem Spiel durften die Mozartstädter um Headcoach Matt McIlvane erstmals seit dem Titelgewinn 2016 die 18,25 Kilogramm schwere Karl Nedwed Trophy in die Höhe stemmen. Zuvor hatten Mike Dalhuisen (16.), Kapitän Thomas Raffl (33.) und T. J. Brennan (59.) mit einem Distanzschuss ins leere Tor für die Salzburger getroffen, für Fehervar war Balint Magosi (8.) erfolgreich.

„Unglaublich, das war eine ganz spezielle Truppe heuer“, sagte Raffl überglücklich gegenüber Puls24: „Ich bin einfach stolz auf die ganze Truppe und jetzt heißt es einmal richtig feiern. Es wird ein Sechs-Stunden-Partybus zurück nach Salzburg.“


GEPA/Edgar Eisner

Salzburg-Spieler Peter Schneider und Fehevar-Spieler Henrik Nilsson im Zweikampf

Die ersten drei Spiele der Finalserie gewannen die Salzburger mit 2:1 nach Verlängerung, 5:3 sowie 2:1. Im Viertelfinale blieben Raffl und Co. gegen Znojmo makellos, im Halbfinale hatten die Vienna Capitals keine Chance. Damit hat der finanzkräftige Ligakrösus seine Titelmission erfolgreich vollendet, nur für die Play-offs war unter anderem der überragende Brian Lebler, Kapitän der Black Wings Linz, verpflichtet worden. Einziger kleiner Wermutstropfen: Wieder fand die Meisterfeier nicht vor heimischer Kulisse statt, zum sechsten Mal in Serie.

Fehevar dominiert Anfangsphase

In einer flotten Anfangsphase dominierten die Ungarn, angetrieben von 3.260 lautstarken Fans. Die ohrenbetäubende Atmosphäre beflügelte die Gastgeber, Magosi traf zur hochverdienten Führung. Kurz darauf scheiterte Magosi nach einem schönen Solo an der Stange (13.), ehe die Salzburger eine ihrer wenigen Möglichkeiten nutzten. Dalhuisen verwertete einen Pass ins Zentrum, Raffl hielt entscheidend seinen Stock hin.

Im zweiten Spielabschnitt kamen die Salzburger besser ins Spiel, Fehervar musste dem extrem hohen Tempo im ersten Drittel ein wenig Tribut zollen. Dann war auch das Glück aufseiten des österreichischen Meisters: Einen Schuss von Raffl lenkte Fehervar-Goalie Rasmus Tirronen ins eigene Tor. Außerdem überstanden die Salzburger eine kurze Phase in doppelter Unterzahl ohne Gegentor.

Salzburg spielt Überlegenheit aus

Im letzten Abschnitt spielten die Salzburger ihre Überlegenheit aus, Fehervar kam nur zu wenigen Nadelstichen. Bei diesen zeichnete sich der anschließend als Play-off-MVP ausgezeichnete Salzburg-Tormann Atte Tolvanen mit Glanzparaden aus. Auch die Schlussoffensive der Ungarn blieb ohne Erfolg.

Atte Tolvanen (EC Red Bull Salzburg)


GEPA/Edgar Eisner

Salzburg-Tormann Tolvanen wurde zum MVP des Play-offs ausgezeichnet

Tolvanen sagte anschließend: „Das ist extrem großartig, unglaublich. Wir haben das ganze Jahr über hart gearbeitet. Ich wusste, als ich zur Saisonmitte gekommen bin, dass das eine besondere Mannschaft ist. Das letzte Mal, als Salzburg einen Titel geholt hat, hatten sie einen finnischen Tormann, deswegen habe ich ihnen gesagt: Holt mich.“

„Das ganze Team war großartig”“

„Wir hatten die Vision, jünger, schneller und österreichischer zu werden. Das ganze Team auch rundherum war großartig. Sie haben es sich verdient“, sagte Salzburg-Trainer Matt McIlvane nach dem Finale und fügte hinzu: „Wir sind so dankbar, es fließt so viel Arbeit hinein. Es geht auch um die Menschen rundherum und alles, was man gemeinsam investiert.“

Fehervar-Trainer Kevin Constantine meinte trotz der Niederlage: „Ich bin stolz auf meine Spieler, auch wenn sie verloren haben. Es hat echt Spaß gemacht, ihr Coach zu sein. Wir haben das erste Drittel dominiert. Wir hätten 2:0 oder 3:0 voran liegen können, dann hätten wir auch gewonnen.“

Win2day ICE Hockey League, Finale

Montag:

Fehervar – Salzburg 1:3

(1:1 0:1 0:1)

Szekesfehervar, 3.300 Zuschauer

Magosi (8.) bzw. Dalhuisen (16.), Raffl (33.), Brennan (59.)

Strafminuten: 4 bzw. 6

Endstand in der „Best of seven“-Serie: 0:4

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