Fußball: Frankfurt hält Barcelona in Schach

48.000 Zuschauer in Frankfurt sahen von Beginn an leidenschaftliche Hausherren. Djibril Sow fand bereits in der sechsten Minute eine Topchance vor, setzte den Ball aber aus rund zehn Metern am Tor vorbei. Barca wurde erstmals in der 17. Minute gefährlich – nach einem Fehler des ansonsten starken Martin Hinteregger wehrte Eintracht-Goalie Kevin Trapp einen Schuss von Pierre-Emerick Aubameyang ans Außennetz ab.

In der 40. Minute hatte Schiedsrichter Srdan Jovanovic nach einem Zweikampf zwischen Sergio Busquets und Rafael Borre schon auf Elfmeter für die Frankfurter entschieden, nahm den Strafstoß aber nach Betrachten der Videobilder zum Ärger von Eintracht-Coach Oliver Glasner wieder zurück.

Knauff-Tor als Weckruf für Barca

Die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung glückte der Eintracht dann in der 48. Minute. Barcelona wehrte einen Corner zu kurz ab, Ansgar Knauff nahm von der Strafraumgrenze Maß und traf zum 1:0.


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Ansgar Knauff ließ mit dem 1:0 die Spieler und Fans der Eintracht jubeln

Danach erkannten die Gäste den Ernst der Lage und legten auch dank der Einwechslungen von Frenkie de Jong und Ousmane Dembele einen Gang zu. Logische Folge war das 1:1, das an die große Barca-Zeit mit dem aktuellen Trainer Xavi als Spieler erinnerte. Die „Blaugrana“ kombinierte sich mit einmal Berühren über Dembele, De Jong und Ferran Torres durch die Abwehr, und Torres vollendete (66.).

Als Tuta Gelb-Rot sah (78.), war es um die Frankfurter Siegeschancen endgültig geschehen. Barcelona kontrollierte die Partie, spielte aber nicht mit letztem Nachdruck auf das 2:1, weshalb der Eintracht zumindest ein Prestigeerfolg blieb.

Glasner sieht „grandiose Leistung“

„Im Spiel konnte ich es nicht genießen, da war so viel los. Riesenkompliment an die Spieler, sie waren sehr diszipliniert und mutig nach vorne”, sagte Glasner nach dem Match. “Auch nach dem Ausschluss haben sie gut und diszipliniert verteidigt. Eine grandiose Leistung. Jetzt kann ich es ja genießen. Wir hatten in der ersten Hälfte noch eine Riesenchance. Das Gegentor müssen wir auch akzeptieren, das war die Riesenklasse. Es war aber die einzige Chance, die wir zugelassen haben. Das macht mich sehr, sehr stolz. Jetzt müssen wir in Barcelona nochmal eine Schippe drauflegen.“

Eigentor verhindert Leipzig-Heimpleite

Mit Leipzig holte auch der zweite deutsche Verein vor Heimpublikum ein 1:1. Gegen Atalanta gerieten die Sachsen durch eine sehenswerte Einzelaktion von Luis Muriel, der ins lange Eck traf, in Rückstand (17.). Der Ausgleich entsprang einem Eigentor von Davide Zappacosta (58.). Kurz zuvor hatte Andre Silva für RB einen Elfmeter vergeben.


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Andre Silva traf einmal die Stange und vergab einen Elfmeter für Leipzig

Konrad Laimer spielte durch, sein Leipzig-Clubkollege Dominik Szoboszlai köpfelte in der 82. Minute an die Latte. Andre Silva war bereits in der 24. Minute ebenfalls am Aluminium gescheitert. „Das war eine Topmannschaft, gegen die wir heute gespielt haben. Die haben gut verteidigt, sind uns immer nachgelaufen. Es war ein gutes Spiel von beiden Mannschaften“, sagte Laimer. „Wir müssen im Rückspiel einiges besser machen. Aber es steht 1:1 und wir fahren dorthin, um zu gewinnen.“

In Braga wurde Abel Ruiz mit seinem Treffer in der 40. Minute zum Sporting-Matchwinner gegen die Rangers. West Ham stellte gegen Lyon trotz Unterzahl nach Rot für Aaron Cresswell (45.) durch Jarrod Bowen auf 1:0 (52.), Tanguy Ndombele (66.) sorgte für den Ausgleich der Franzosen.

LASK-Bezwinger holt Remis bei Feyenoord

In der UEFA Europa Conference League trotzte LASK-Bezwinger Slavia Prag in einem turbulenten Viertelfinal-Hinspiel Feyenoord in Rotterdam ein 3:3 (1:1) ab. Die Tschechen, die sich gegen die Linzer im Achtelfinale mit einem Gesamtscore von 7:5 durchgesetzt hatten, schufen sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Prag. Bei den Niederländern spielte Ex-LASK-Verteidiger Gernot Trauner durch.

Luis Sinisterra brachte die Gastgeber nach einem Konter gleich mit dem ersten Torschuss in Führung (10.), die aber Slavia-Kapitän Peter Olayinka kurz vor der Pause ausgleichen konnte (41.). Bei seinem Schuss aus spitzem Winkel und kurzer Distanz stand Prags Yira Sor in Abseitsposition auf der Torlinie und verhinderte damit einen möglichen Rettungsversuch von Trauner. Der Treffer zählte dennoch, auch weil es in der ECL keine VAR-Überprüfung gibt. Unmittelbar nach dem Pausenpfiff entwickelten sich tumultartige Szenen um Olayinka, der zunächst die Rote Karte sah. Der Platzverweis wurde dann vom Referee in eine Gelbe Karte geändert.

Peter Olayinka (Slavia Prag)


AP/Peter Dejong

Gernot Trauner (im Hintergrund mit Nummer 18) und seine Abwehrkollegen mussten drei Slavia-Tore hinnehmen

In der zweiten Hälfte brachte Sor – der schon gegen den LASK dreimal getroffen und mit dem Trauner seine Mühe und Not hatte – die Tschechen in Führung. Der Nigerianer traf nach Schranz-Vorlage per Knie zum 2:1 (68.). Doch Feyenoord konnte noch einmal kontern. Zunächst besorgte Marcos Senesi den Ausgleich (74.), zwölf Minuten später erzielte Orkun Kökcü per Freistoß das 3:2. Der Schlusspunkt war allerdings den Pragern vorbehalten, nach einem Corner samt Strafraumgewühl netzte Ibrahim Traore zum Endstand ein (95.).

Bodö/Glimt überrascht Roma

Einen knappen 2:1-Heimsieg feierte Olympique Marseille gegen PAOK Saloniki. Mit dem gleichen Ergebnis überraschte Bodö/Glimt gegen AS Roma. Leicester City und PSV Eindhoven (ohne Philipp Mwene) trennten sich torlos.

Marseille fährt unterdessen mit einem knappen Vorsprung zum Rückspiel nach Griechenland. Gerson (13.) und Kapitän Dimitri Payet (45.) mit einem Traumtor aus 20 Metern bescherten den Südfranzosen zunächst eine komfortable 2:0-Pausenführung, Omar El Kaddouri erzielte den wichtigen Anschlusstreffer (48.) für die Griechen, bei denen Stefan Schwab und Thomas Murg auf der Bank saßen.

Eine echte Überraschung gelang Bodö/Glimt. Trotz 0:1-Rückstands drehten die Norweger die Partie gegen die favorisierten Italiener durch Treffer von Ulrik Saltnes (56.) und Hugo Vetlesen (89.).

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