Fußball: Müller-Malheur kostet Bayern Sieg

Müller fabrizierte in der 36. Minute erstmals in seiner Karriere ein Eigentor und brachte die Bayern damit um den Sieg. Die Münchner liegen nach 25 Runden nun neun Punkte vor Borussia Dortmund. Das für Sonntag angesetzte Spiel des BVB in Mainz war wegen zahlreicher Coronavirus-Fälle bei den Mainzern verschoben worden und soll am 16. März nachgetragen werden.

Im direkten Duell der Tabellennachbarn trennten sich RB Leipzig und der SC Freiburg am Samstag mit 1:1 (0:1). Leipzig bleibt punktegleich Vierter vor Freiburg. Der VfL Wolfsburg setzte sich beim Startelf-Comeback von Xaver Schlager daheim gegen Union Berlin mit 1:0 (1:0) durch. Der VfL Bochum 1848 kam dem Klassenverbleib durch das 2:1 (1:0) gegen den Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth wieder einen Schritt näher.


Reuters/Andreas Gebert

Müller (r.), normalerweise in der Offensive für wichtige Treffer gut, bescherte mit seinem Eigentor Leverkusen einen Punkt

Müller unfreiwillig im Fokus

In München stand Müller bei seinem Comeback nach seiner bereits zweiten Infektion mit dem Coronavirus unfreiwillig im Fokus. Mit einer verunglückten Abwehraktion im eigenen Strafraum lenkte Müller einen Leverkusener Freistoß von Kerem Demirbay in der 36. Minute ins eigene Tor. Dabei war weit und breit kein Leverkusner Spieler in der Nähe. Für Müller war es im 407. Bundesliga-Spiel das erste Eigentor.

Die größte Chance, den Bayern, die in der 18. Minute durch Niklas Süle in Führung gegangen waren, dennoch einen Sieg zu bescheren, hatte ausgerechnet Ex-Salzburger Marcel Sabitzer. Kurz nach seiner Einwechslung in der 61. Minute tauchte der ÖFB-Teamspieler – freigespielt von Jamal Musiala – alleine vor dem Leverkusener Tor auf, scheiterte aber an Schlussmann Lukas Hradecky (62.). Sabitzer ist im Bayern-Trikot damit weiter ohne Torbeteiligung. Bei Bayer Leverkusen saß Julian Baumgartlinger nur auf der Ersatzbank.

Frankfurter Befreiungsschlag

Im Berliner Olympiastadion gelang Eintracht Frankfurt nicht nur ein Befreiungsschlag, die Mannschaft von Trainer Glasner verschärfte gleichzeitig die Krise bei Hertha. Ansgar Knauff brachte die Gäste vor 25.000 Besucherinnen und Besuchern in der deutschen Hauptstadt bereits in der 17. Minute in Führung. Tuta (48.) und Jesper Lindström (56., 63.) schossen die weiteren Frankfurter Tore. Davie Selke gelang nur das kurzzeitige 1:3 (61.). Martin Hinteregger spielte bei Frankfurt durch, Stefan Ilsanker verfolgte das Torfestival von der Bank aus.

Jubel des Frankfurt-Torschützen Ansgar Knauff


picturedesk.com/dpa/Soeren Stache

Knauff löste mit seinem frühen Tor den Knopf bei den Frankfurtern

Während den Frankfurtern damit nach drei Niederlagen in Folge eine gelungene Generalprobe für das Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League am Mittwoch bei Betis Sevilla gelang, gingen die Berliner zum vierten Mal en suite als Verlierer vom Platz. Die auf Rang 16 liegende Hertha blieb nur dank der 0:1-Niederlage von Arminia Bielefeld am Freitag daheim gegen Augsburg mit zwei Punkten Rückstand in Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen.

Schlager gibt mit Sieg Comeback

Im zunächst enorm statischen Duell der Tabellennachbarn Leipzig und Freiburg traf Ermedin Demirovic (38.) nach „Vorlage“ von Leipzigs Amadou Haidara, der klären wollte, für die Gäste. Die Führung hielt lange, Leipzig ohne Konrad Laimer spielte weit weg von furios, doch Angeliño (90.) sorgte in der letzten Minute der regulären Spielzeit noch für den insgesamt verdienten Ausgleich.

Wolfsburgs 1:0 gegen Union Berlin war ähnlich mühselig erkämpft wie Bochums 2:1-Heimsieg über Schlusslicht Greuther Fürth. In Wolfsburg traf Unions Toptorjäger Taiwo Awoniyi früh per Kopf, allerdings nach einem Corner ins eigene Tor (24.). ÖFB-Teamspieler Xaver Schlager stand nach seinem überstandenen Kreuzbandriss erstmals seit August wieder in Wolfsburgs Startelf und war bis zur 64. Minute mit von der Partie. Bei Berlin blieb Christopher Trimmel auf der Ersatzbank.

Kalajdzic erlöst Stuttgart

Kalajdzic dagegen jubelte beim ersten Stuttgart-Sieg seit drei Monaten über sein zweites, enorm wichtiges Saisontor. Die Schwaben drehten gegen Gladbach erstmals seit zehn Jahren wieder einen 0:2-Rückstand zu einem Sieg. Der im Saisonverlauf lange verletzt fehlende Wiener schoss im Rückraum stehend überlegt ein (83.). „Ich habe gewusst, den hau’ ich rein. Gut annehmen, umdrehen und rein damit. Dankeschön.“

Die von Adi Hütter betreuten Gladbacher hatten durch die Franzosen Alassane Plea (14.) und Marcus Thuram (35.) vorgelegt, Stuttgart im Finish aber nichts mehr entgegenzusetzen. In der Tabelle rückte der VfB, der zuvor neun Spiele nicht gewonnen hatte, bis auf einen Punkt an Hertha BSC und Platz 16 heran.

Deutsche Bundesliga, 24. Runde

Samstag:

Bayern – Leverkusen 1:1 (1:1)

Tore: Süle (18.) bzw. Müller (36./Eigentor)

Bayern: Sabitzer ab 61. Minute
Leverkusen: Baumgartlinger auf der Bank

Leipzig – Freiburg 1:1 (0:1)

Tore: Angelino (90.) bzw. Demivovic (38.)

Leipzig: Laimer auf der Bank
Freiburg: Lienhart spielte durch

Wolfsburg – Union Berlin 1:0 (1:0)

Tor: Awoniyi (38./Eigentor)

Wolfsburg: Schlager bis zur 64. Minute
Union: Trimmel auf der Bank

Hertha BSC – Frankfurt 1:4 (0:1)

Tore: Selke (61.) bzw. Knauff (17.), Tuta (48.), Lindström (56.), Borre (63.)

Frankfurt: Hinteregger spielte durch, Ilsanker auf der Bank

Bochum – Fürth 2:1 (1:0)

Tore: Leitsch (35.), Losilla (71.) bzw. Kotchap (64./Eigentor)

Stuttgart – Mönchengladbach 3:2 (1:2)

Tore: Endö (38.), Führich (51.), Kalajdzic (83.) bzw. Plea (14.), Thuram (35.)

Stuttgart: Kalajdzic spielte durch

Freitag:

Bielefeld – Augsburg 0:1 (0:0)

Tor: Caliguri (50.)

Sonntag:

Köln – Hoffenheim 17.30 Uhr

16. März:

Mainz – Dortmund 18.30 Uhr

Tabelle:

We wish to thank the author of this short article for this remarkable web content

Fußball: Müller-Malheur kostet Bayern Sieg

Debatepost