Galaxy Tab S8: Samsung setzt auf Tablets in drei Größen

Mit gleich drei Varianten erneuert Samsung seine Tablet-Reihe Galaxy Tab S. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist wie schon bei der vorherigen Generation das Display. Im Topmodell Galaxy Tab S8 Ultra macht es Notebooks Konkurrenz und übertrifft Apples größtes iPad Pro.

Mit einer Diagonalen von 14,6 Zoll und einer Auflösung von 2960 × 1848 Pixeln übertrifft es die Varianten Galaxy Tab S8 und Galaxy Tab S8+. Ersteres bietet 11 Zoll und 2560 × 1600 Pixel, letzteres 12,4 Zoll und 2800 × 1752 Pixel. Neben der Größe und Auflösung könnte die Paneltechnik ein Auswahlkriterium sein. Das Basismodell verfügt über ein LC-Display, beim S8+ und S8 Ultra setzt Samsung hingegen auf Super-AMOLED-Panels. Ein Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz bieten hingegen alle drei Tablets.

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Das Tab S8 Ultra erreicht mit seinem 14,6 Zoll großen Super-AMOLED-Display Notebook-Dimensionen und unterstützt – wie auch das Tab S8 und Tab S8+ – Samsungs S Pen.

(Bild: Steffen Herget / c’t)

Identisch fällt auch der Prozessor aus. Während Samsung beim ebenfalls angekündigten Galaxy S22 auf das eigene System on a Chip (SoC) Exynos 2200 setzt, steckt in der Galaxy-Tab-S8-Reihe ein Qualcomm Snapdragon 8 Gen 1. Der Octa-Core-Chip kann im Tab S8 und Tab S8+ je nach Konfiguration auf 8 GByte oder 12 GByte Arbeitsspeicher zurückgreifen, beim Tab S8 Ultra bietet Samsung zusätzlich eine 16-GByte-Version. Die Größe des per Micro-SD-Karte erweiterbaren Speichers beträgt je nach Konfiguration 128, 256 oder 512 GByte; letztere Option ist dem S8 Ultra vorbehalten.

Weitere Differenzierungsmerkmale betreffen die Frontkamera und die Akkukapazitäten. So verfügt das Tab S8 Ultra über gleich zwei 12-Megapixel-Kameras auf der Vorderseite – je einmal mit Weit- und Ultra-Weitwinkeloptik – und einen 11.200 mAh großen Akku. Im Tab S8 und Tab S8+ steht hingegen nur der Ultra-Weitwinkelkamera zur Verfügung. Der Akku fasst hier 8000 mAh respektive 10.090 mAh. Das Aufladen ist bei allen drei Varianten mit bis zu 45 W möglich, den dafür notwendigen Schnellladeadapter bietet Samsung aber nur optional an.

In Sachen Konnektivität verzichtet Samsung auf Unterschiede zwischen den drei Tablet-Modellen. Alle unterstützen Wi-Fi 6E (IEEE 802.11ax) sowie Bluetooth 5.2 und bieten als einzigen physischen Anschluss ein USB-C-Buchse (USB 3.2 Gen 1). Gegen Aufpreis in Höhe von jeweils 150 Euro ermöglicht ein integriertes 5G-Mobilfunkmodem den Internet-Zugang fernab eines WLANs.


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Die Unterschiede zwischen den drei Tab-S-8-Varianten beschränken sich weitestgehend auf Displays, Speicher und Kameras. Optisch liegen die Tablets hingegen dicht beieinander – sieht man einmal von den Größen ab.

(Bild: Steffen Herget / c’t)

Weitere Gemeinsamkeiten betreffen die Kameras auf der Rückseite. Für Fotos und Videos stehen je eine Weitwinkelkamera mit 13 Megapixeln sowie eine Ultra-Weitwinkelkamera mit 6 Megapixeln zur Verfügung. Zudem stattet Samsung alle Modelle mit dem Eingabestift S Pen aus.

Dessen Unterstützung ist ebenso Bestandteil des auf Android 12 basierenden Software-Pakets One UI 4.1 wie erweiterte Sicherheitsfunktionen. So können Apps nicht mehr ohne Weiteres auf Kameras und Mikrofone zugreifen. Persönliche Daten werden im Knox Vault verschlüsselt und getrennt vom Betriebssystem getrennt gespeichert. Die Tablets selbst sind unter anderem mit einem Fingerabdrucksensor vor unbefugtem Zugriff geschützt. Beim Tab S8 sitzt der entsprechende Sensor in der Standby-Taste, beim Tab S8+ und Tab S8 Ultra nutzt Samsung einen optischen, ins Display integrierten Sensor. Das Betriebssystem will Samsung über mehrere Jahre hinweg auf einem aktuellen Stand halten. So sollen die Tab-S8-Modelle über fünf Jahre hinweg Sicherheits-Updates erhalten. Android-Upgrades in Form neuer Android-Versionen will das Unternehmen maximal vier Jahre lange zur Verfügung stellen.

Weitere Software-Neuerungen betreffen die Fitness-App Samsung Health, die erstmals in einer angepassten Version für ein Galaxy-Tablet zur Verfügung steht sowie das erweiterte Zusammenspiel mit anderer Samsung-Hardware. So lassen sich die Tab-S8-Modelle als zweites Display an Samsung-Notebooks nutzen – inklusive Touchbedienung. Über die Quick-Share-Funktion ist der einfache Austausch von Daten mit dem neuen Galaxy S22 möglich, Auto Switch soll ein reibungsloses Umschalten der Galaxy-Buds-Kopfhörer ermöglichen.

Optisch weicht das Tab S8 Ultra leicht von den beiden kleineren Varianten ab. So sitzen die Frontkameras hier in eine Display-Aussparung (Notch) und ragen somit in den sichtbaren Bereich hinein – beim Tab S8 und Tab S8+ sind sie im Display-Rahmen untergebracht. Mit 20,9 cm × 32,6 cm übertrifft das Tab S8 Ultra die beiden anderen Modelle – 16,5 cm × 25,4 cm beim Tab S8 und 18,5 × 28,5 cm beim Tab S8+ – in Breite und Höhe deutlich. Die Dicke ist bei allen dreien nahezu identisch. Anders sieht es beim Gewicht aus. Mit etwa 500 g ist das Tab S8 das leichteste der neuen Tablets. Das Tab S8+ bringt es auf etwa 570 g, das Tab S8 Ultra auf fast 730 g.


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Nur das Galaxy Tab S8 Ultra hat eine Kerbe für die Frontkameras im Display. Im Tab S8 und Tab S8+ platziert Samsung die Sensoren im Rahmen.

(Bild: Steffen Herget / c’t)

Der Verkauf der Galaxy-Tab-S8-Modelle soll noch im Februar 2022 starten. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Galaxy Tab S8 liegt je nach Ausstattung zwischen 749 Euro und 949 Euro. Für das Galaxy Tab S8+ verlangt Samsung 949 Euro bis 1149 Euro. Für das 14,6 Zoll große Galaxy Tab S8 Ultra nennt das Unternehmen 1149 Euro bis 1599 Euro.


(pbe)

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