Manchester City gewinnt rauschhaftes Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid

Und wer jetzt dachte, die “Sky Blues” würden daraufhin erst einmal in den Verwaltungsmodus schalten, sah sich getäuscht. Immer wieder angetrieben von de Bruyne versuchten sie frühestmöglich das zweite Tor zu erzielen. Und das sollte bereits in der 11. Minute gelingen. Dieses Mal flankte der Belgier in den Strafraum, Real-Verteidiger David Alaba rutsche der Ball unter der Sohle durch und Gabriel Jesus ließ Real-Torhüter Thibaut Courtois aus sechs Metern keine Chance – und traf zum 2:0.

Schläfrige Madrilenen

Während die Engländer in der Anfangsphase hellwach und hoch motiviert in die Partie starteten, wirkten die Spanier fahrig, unkonzentriert und phasenweise sogar überfordert. Nach 18 Minuten hatte Vinícius Júnior dann die erste Schusschance für die Madrilenen, aber der Versuch des Brasilianers landete beinahe im Seitanaus. Ein Spielgelbild der Leistung der Königlichen bis dahin.

Mit etwas mehr Übersicht von Mahrez hätte Manchester bereits nach 27 Minuten das dritte Tor erzielen können. Doch der 31-Jährige schloss den Konter mit einem ungenauen Schuss aus spitzem Winkel an das Außennetz ab, anstatt den besser postierten de Bruyne einzusetzen. Zwei Minuten später, nach dem nächsten Konter gegen die völlig unsortierten Spanier, vergab Phil Foden die nächste große Möglichkeit.

Benzema – wer sonst?

Es schien nur eine Frage der Zeit, bis die Königlichen von den Citizens vollends zermürbt werden würden. Aber was wäre Real Madrid ohne Karim Benzema? Wenn nichts mehr funktioniert, dann dreht der Franzose plötzlich auf – und wie. Erst platzierte Benzema eine millimetergenaue Flanke auf die Stirn von Alaba, der das City-Tor nur knapp verfehlte. Dann war der Angreifer höchstpersönlich zur Stelle und traf nach Hereingabe von Ferland Mendy per Volley-Abnahme aus 14 Metern zum 1:2-Anschlusstreffer (33.).

So unberechenbar die erste Halbzeit endete, so außergewöhnlich ging dieses Halbfinale weiter. Kaum waren die beiden Teams zurück auf dem Feld, da hatte Mahrez nach einem Konter die große Möglichkeit zu erhöhen. Er traf nach 48 Minuten aber nur den Pfosten. Den Abpraller brachte Foden aus fünf Metern und völlig ungestört nicht vorbei am auf der Torlinie stehenden Real-Verteidiger Daniel Carvajal. Fünf Minuten später machte es Foden dann aber deutlich besser und traf nach Flanke von Fernandinho zum 3:1.

Silva mit Traumtor

Aber dadurch ließ sich Real von den eigenen Abwehrschwächen und den furios aufspielenden Engländern nicht aus dem Konzept bringen. Vinícius Júnior erzielte fast im Gegenzug, nach einem unwiderstehlichen Alleingang von der Mittellinie, das 2:3 (55.). Doch damit war lange nicht genug. Bernardo Silva verwandelte mit einem traumhaften Distanzschuss aus 14 Metern in den linken oberen Torwinkel zum 4:2 (74.) für die Gastgeber.

Es schien, dass damit die Vorentscheidung gefallen war. Aber Real Madrid rappelte sich noch einmal auf – und kam zum 3:4-Anschlussttreffer. Benzema verwandelte einen von Aymeric Laporte verursachten Handelfmeter auffallend lässig mit einem Lupfer in die Tormitte zum Endstand (82.) eines außergewöhnlichen Fußballspieles. Es war der 14. Treffer des 34-Jährigen in der laufenden Champions-League-Saison.

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Manchester City gewinnt rauschhaftes Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid

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