Paralympics: Das bringt der erste Wettkampftag in Peking

Mit ambitionierten Zielen geht Team Deutschland in den ersten Wettkampftag der Paralympics in Peking. Am Samstag (05.03.2022, ab 3 Uhr MEZ) stehen zwölf Entscheidungen im Para Ski Alpin und Para Biathlon auf dem Programm. Welche deutschen Athletinnen und Athleten dürfen auf das Podest hoffen?

Para Ski Alpin: Greift Forster schon in der Abfahrt zu?

“Natürlich bin ich hier, um Medaillen zu gewinnen. Und eine Goldmedaille muss mindestens drin sein”, macht Anna-Lena Forster vor der Entzündung des paralympischen Feuers in Peking keinen Hehl aus ihren eigenen Ansprüchen. “Ich fühle mich mental gut gestärkt und hoffe, dass ich auch in Peking eine coole Socke sein kann”, so die 26-Jährige.

Die Abfahrt bietet gleich die erste Gelegenheit für die vierfach amtierende Weltmeisterin im Monoski. Am Xiaohaituo Mountain trifft die deutsche Fahnenträgerin kaum einen halben Tag nach der Eröffnungsfeier auch auf die bei der WM in Lillehammer noch fehlende und ebenfalls favorisierte Japanerin Momoka Muraoka. Zudem in guter Form: Die Niederländerin Barbara van Bergen. “Und die wahrscheinlich starke chinesische Konkurrenz habe ich seit Pandemiebeginn nicht mehr gesehen”, ergänzt Forster.

Para Ski Alpin: Rothfuss ohne Druck

Ohne Druck geht Forsters Zimmerkollegin und Riesenslalomspezialistin Andrea Rothfuss in die Stehend-Abfahrt. Die 13-fache Paralympics-Medaillengewinnerin blieb in Lillehammer zwar ohne Podestplatz, aber Bundestrainer Justus Wolf beobachtet jüngst aufsteigende Trainingsform: “Wir hoffen darauf, dass sie im Rennen wie in der Vergangenheit noch mal zulegen kann. Paralympics schreiben bekanntlich ihre eigenen Geschichten.”

Derweil ist Noemi Ristau nach überstandenem Kreuzbandriss überhaupt froh, ihre Teilnahme geschafft zu haben – für eine Abfahrtsmedaille dürfte es bei der sehbehinderten Athletin jedoch nicht reichen.

Para Biathlon: Wicker und Feig wollen aufs Treppchen

In der sitzenden Klasse der Frauen über sechs Kilometer peilt Anja Wicker eine Medaille an. Die 30-Jährige war mit ihrer Trainingsleistung “sehr zufrieden”. Bei der WM in Lillehammer holte Wicker unter anderem Sprint-Gold. “Es wäre toll, wenn sie daran anknüpfen könnte”, hofft Bundestrainer Ralf Rombach. Die größten Konkurrentinnen sind Oksana Masters und Kendall Gretsch aus den USA.

Trotz fehlender Konstanz am Schießstand in dieser Saison sprüht Fahnenträger Martin Fleig vor Optimismus und Selbstvertrauen: “Ich weiß, wozu ich fähig bin. Ich muss es nur abrufen”, unterstreicht der 32 Jahre alte Einzel-Paralympicssieger im Sitzen von Pyeongchang. Allerdings spielt der Wind in Zhangjiakou eine große Rolle: “Speziell beim Schießen ist das ein Thema, wo man total akribisch arbeiten muss.” Die Strecke gefalle ihm aber “sehr gut”.

Para Biathlon: Außenseiterchancen für Maier und Walter

Außenseiterchancen über sechs Kilometer wiederum rechnen sich der 22-jährige Marco Maier (Stehend) und das sehbeeinträchtigte Toptalent Leonie Walter (18) aus. Maier sieht vor allem in der Loipe einen Vorteil für sich: “Der erste Kilometer ist zäh, weil es fast nur bergauf geht. Danach ist alles schön kupiert. Da kann ich bei den Übergängen meine Größe ausspielen.”

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