Ski alpin: Enges Rennen um Slalom-Kristallkugel

Für das Olympiarennen in Yanqing war alles offen gewesen, hatte es vorher doch 14 verschiedene Podestfahrer im Weltcup-Winter gegeben. Und mit dem Franzosen Clement Noel, Strolz und dem Norweger Sebastian Foss-Solevaag hatten es dann drei Saisonsieger in die Medaillenränge geschafft. Zahlreiche Mitfavoriten strauchelten und sind am Samstag (9.30 bzw. 12.30 Uhr) und Sonntag (9.10 bzw. 12.30 Uhr, jeweils live ORF1) auf dem Gudiberg auf Wiedergutmachung aus.

Es sind die ersten Weltcup-Rennen auf dem Gudiberg seit zwölf Jahren, und sie finden auch vor Zuschauern statt. Am 13. März 2010 siegte im Rahmen des Weltcup-Finales der Deutsche Felix Neureuther vor dem Österreicher Manfred Pranger und dem Schweden Andre Myhrer. Im Jahr darauf bei der WM war der Franzose Jean-Baptiste Grange vor dem Schweden Jens Byggmark und dem Südtiroler Manfred Mölgg erfolgreich.


GEPA/Patrick Steiner

Der Norweger Lucas Braathen geht als Weltcup-Leader in die letzten Slaloms dieser Saison

Kugel nicht „vorrangiges Ziel“

Der in China bei den Winterspielen zusätzlich zur Silbermedaille als Olympiasieger in der Kombination und mit dem Team hochdekorierte Strolz gab die Slalom-Kristallkugel nicht als „vorrangiges Ziel“ aus. Dafür sei der Abstand aus seiner Sicht schon zu groß. „Ich werde natürlich versuchen, so viele Punkte wie möglich zu machen, speziell wegen der Startnummer für die nächste Saison. Es ist einfach wichtig, dass ich mich da weiter nach vorne kämpfe“, sagte der 29-Jährige.

Er sei jetzt schon in der zweiten Startgruppe zwischen acht und 15, das sei schon viel wert. „Der nächste Schritt wäre, die erste Startgruppe zu erreichen, aber da gehören noch viele Punkte dazu. Wenn ich es schaffe, weiterhin solche Leistungen zu bringen, dann wäre das möglich, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.“ Nach Garmisch stehen im Slalom noch die Weltcups am 9. März in Flachau und am 20. März in Courchevel auf dem Programm.

Strolz will Olympiaform beibehalten

Nach den Olympischen Spielen geht es am Wochenende weiter im Weltcup. Die Herren bestreiten ein Slalom-Doppel in Garmisch-Partenkirchen, dort sind alle Augen auf Johannes Strolz gerichtet.

Auch Michael Matt kam mit Gold im Team-Bewerb aus China zurück, war dabei aber als Ersatzfahrer ohne Einsatz geblieben. Im Olympiaslalom schied er im zweiten Durchgang aus. „Natürlich war es sehr schade, weil mein Speed war sehr gut“, sagte der Tiroler. „Natürlich haben wir hier wieder komplett andere Schneeverhältnisse. Ein Rennen bin ich da auch nie gefahren“, sagte er über den Weltcup-Ort Garmisch. „Der, der sich am schnellsten umstellt, wird ganz vorne sein.“

Thema Ukraine präsent

Abseits vom Sport ist auch die Ukraine ein Thema. „Klar, jeder beschäftigt sich mit dem, der eine mehr, der andere weniger“, sagte Herren-Chefcoach Andreas Puelacher. „Es hat mir wirklich das Herz gebrochen“, erinnerte sich Strolz daran, wie er am Donnerstag in der Früh die Nachrichtenlage auf seinem Handy gesehen habe.

„Dass so etwas in der heutigen Zeit noch möglich ist, gerade in Europa. Ich hoffe, dass die Menschen in der Ukraine die Hoffnung nicht verlieren.“ Für Matt sei der Gedanke an einen Krieg „so weit weg“ gewesen, „da weiß man nicht wirklich, was man sagen soll“.

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