Tesla-Chef Elon Musk appelliert an Europa: Schaltet die AKWs wieder an!

Der reichste Mensch der Welt appelliert an Europas Regierungen. Sie sollten die Atomkraftwerke wieder hochfahren, fordert Tesla-Boss Elon Musk (50) auf Twitter.

Offensichtlich angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine und Europas teilweise Abhängigkeit von russischer Energie schrieb der Milliardär: „Hoffentlich ist es jetzt ganz offensichtlich, dass Europa stillgelegte Kernkraftwerke wieder in Betrieb nehmen und die Leistung der bestehenden Kraftwerke erhöhen sollte.“

Das sei entscheidend für die nationale und internationale Sicherheit, so Musk weiter. „Außerdem ist die Kernkraft viel besser für die globale Erwärmung als die Verbrennung von Kohlenwasserstoffen zur Energiegewinnung.“

Musk: Strahlungsrisiko geringer, als viele glauben

Das Strahlungsrisiko von Atomkraftwerken sei „viel, viel geringer“, als die meisten Menschen glauben würden, schrieb der Tesla-Chef.

Kritikern machte er ein Musk-typisches Angebot: „Für diejenigen, die (fälschlicherweise) glauben, dass dies ein Strahlungsrisiko darstellt – suchen Sie sich den Ihrer Meinung nach schlimmsten Ort aus. Ich werde dorthin reisen und vor Ort angebaute Lebensmittel im Fernsehen essen.“

Das habe er bereits vor vielen Jahren in Japan getan, kurz nach der Katastrophe von Fukushima.

DAS sagen Deutschlands Politiker

In Europa tobt die Debatte um eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten wegen des geringen CO2-Ausstoßes schon länger. Denn: Im Vergleich zu Kohlekraftwerken können die Klimaziele mit der Nuklear-Energie leichter eingehalten werden.

Durch den Ukraine-Krieg nehmen die Diskussionen jetzt erneut Fahrt auf. Selbst Wirtschaftsminister Robert Habeck (52, Grüne) sagte kürzlich: „Es gibt keine Denktabus.“ Und: „Ich würde das nicht ideologisch abwehren.“

Sein Ministerium prüft aktuell, ob die letzten drei verbliebenen Atomkraftwerke nicht doch noch über das Jahresende hinaus betrieben werden könnten, so Habeck. „Aber nachdem, was man absehen kann, ist das nicht der Fall“, sagte er am Sonntag skeptisch in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“.

Habeck sagte angesichts eines drohenden Stopps russischer Energie-Lieferungen: „Das Frühjahr und den Sommer werden wir gut bestehen können, aber der nächste Winter bereitet mir noch ein bisschen Sorgen.“


Wirtschaftsminister Robert Habeck (52, Grüne)
Wirtschaftsminister Robert Habeck (52, Grüne)Foto: Michael Kappeler/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU) preschte dagegen erneut vor – und machte sich für einen Ausstieg aus dem Atomausstieg stark.

„Natürlich wäre eine Verlängerung rein technisch möglich. Es ist die Frage, ob man es politisch will“, sagte Söder im „Morgenmagazin“ des ZDF. „Aber ich glaube, so für drei bis fünf Jahre wäre das einfach in dieser Notsituation ein guter Übergang, um billigen Strom zu produzieren, der gleichzeitig auch keine Klimabelastung bringt.“

Dies wäre jetzt der „richtige Ansatz“, sagte Söder.


Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU)Foto: Sven Hoppe/dpa

Belgien verschiebt Atomausstieg möglicherweise

Unterdessen signalisierte Belgien am Montag, dass der Ukraine-Krieg zu einem späteren Atomausstieg im eigenen Land führen könnte.

„Die aktuelle Situation ist eine ganz andere als bei unserer Entscheidung Ende Dezember“, sagte der belgische Ministerpräsident Alexander De Croo am Montag dem Rundfunksender RTBF. Damals hatte Brüssel die geplante Abschaltung seiner zwei Atomkraftwerke bis 2025 bestätigt.


Erklärgrafik: So funktioniert Uran-Anreicherung – Infografik

Nun müsse die Strategie aber „neu bewertet“ werden, sagte De Croo. Etwa könnten zwei der sieben Reaktoren länger am Netz bleiben.

Für den 18. März wird ein Bericht über die Versorgungssicherheit bis 2025 erwartet. Die Grünen in der belgischen Koalition zeigten erstmals Verhandlungsbereitschaft beim Atomausstieg.

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