Ukraine-News: Bundesregierung stockt Rüstungshilfe drastisch auf – WELT

Die Bundesregierung stockt ihre Finanzhilfen für das ukrainische Militär auf. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) teilte am Freitagabend mit, im Ergänzungshaushalt werde die sogenannte Ertüchtigungshilfe – eine Initiative zur Stärkung der Sicherheit ausländischer Partner – auf zwei Milliarden Euro angehoben. „Die Mittel kommen weit überwiegend der Ukraine zugute“, schrieb Lindner im Onlinedienst Twitter. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) habe dies „frühzeitig angefordert“. 

Die ARD hatte zuvor berichtet, von den zwei Milliarden Euro an Militärhilfe sollten „deutlich mehr als eine Milliarde“ an die Ukraine gehen. Die Ukrainer könnten sich damit „die Waffen kaufen, die sie haben wollen“, berichtete das ARD-Hauptstadtstudio. Bei der Ertüchtigungshilfe, in deren Rahmen die Gelder fließen sollen, handelt es sich um eine Initiative der Bundesregierung, die ausländische Partner dabei unterstützen soll, selbst für ihre eigene Sicherheit zu sorgen.

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Eine Sprecherin der Bundesregierung teilte der Nachrichtenagentur AFP auf Anfrage mit, die beteiligten Ressorts hätten sich schon vor zwei Wochen grundsätzlich darauf verständigt, die Ertüchtigungsinitiative „substanziell zu erhöhen“. In der vergangenen Woche sei die Summe dann auf insgesamt zwei Milliarden Euro festgesetzt worden.

Laut den ARD-Informationen sind neben den direkten Hilfen an die Ukraine weitere 400 Millionen Euro der neuen Militärhilfen für die sogenannte Europäische Friedensfazilität (European Peace Facility, EPF) vorgesehen. Dabei handelt es sich um einen seit 2016 bestehenden Sonderfonds für das europäische Krisenmanagement. Die EPF beschafft unter anderem Waffen und Ausrüstung für die ukrainische Armee. Weitere 400 Millionen der insgesamt zwei Milliarden Euro sind laut der ARD für andere Länder als die Ukraine bestimmt.

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Ukraine-News – alle Ereignisse im Liveticker:

23:08 Uhr – Selenskyj spricht von bislang bis zu 3000 toten ukrainischen Soldaten

Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Angaben aus Kiew bislang 2500 bis 3000 ukrainische Soldaten getötet worden. Das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj laut Übersetzung dem US-Fernsehsender CNN in einem Interview, das zunächst in ersten Auszügen verbreitet wurde. Selenskyj berichtete zudem von etwa 10.000 verletzten Soldaten auf ukrainischer Seite. Es sei schwer zu sagen, wie viele davon überleben werden.

Selenskyj nannte zum Vergleich ukrainische Zahlen, wonach auf der Seite Russlands bereits 20.000 Soldaten getötet worden seien. Westliche Schätzungen gehen von mehreren Tausend Toten auf russischer Seite aus. Moskau sprach zuletzt von etwa 1350 getöteten Soldaten in den eigenen Reihen.

Mit Blick auf die Angehörigen sagte Selenskyj, als Vater schmerze es ihn ganz besonders zu sehen, wenn Eltern ein Kind verlören. „Es tut so sehr weh. Es ist eine Tragödie.“ Er dürfe dies aber nicht als Vater betrachten, „weil man danach nur noch Rache und Mord will“. Er müsse es als Präsident des Landes betrachten, in dem viele Menschen gestorben seien und ihre Angehörigen verloren hätten und in dem es zugleich Millionen Menschen gebe, „die leben wollen“. „Wir alle wollen kämpfen. Aber wir alle müssen unser Bestes geben, damit dieser Krieg nicht endlos ist.“

22:19 Uhr – Russland verschickt wegen Waffenlieferungen Protestnoten

Russland hat wegen Waffenlieferungen an die Ukraine Protestnoten an mehrere westliche Länder gesendet. Darunter seien auch die USA, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, der Agentur Interfax zufolge. Nach Angaben der US-Tageszeitung „Washington Post“ warnt Moskau in dem Schreiben, dass solche Lieferungen „unvorhersehbare Folgen“ haben könnten.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor sieben Wochen hat die Ukraine Waffen aus vielen Ländern bekommen. Die USA kündigten am Mittwoch an, weitere Waffen und Munition im Wert von bis zu 800 Millionen Dollar (740 Millionen Euro) liefern zu wollen. Deutschland will seine Rüstungshilfe an Partnerländer auf zwei Milliarden Euro aufstocken. Das Geld soll überwiegend der Ukraine zugute kommen.

21:13 Uhr – Gouverneur: Sieben Tote bei Beschuss in Charkiw

Beim Beschuss eines Wohnviertels in der ukrainischen Stadt Charkiw sind nach Angaben des örtlichen Gouverneurs sieben Menschen getötet worden, darunter ein sieben Monate altes Kind. 34 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region Charkiw, Oleh Sinehubow, bei Telegram mit.

Charkiw ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine. Sie ist während des russischen Kriegs heftig beschossen worden. Wegen ihrer Lage rund 40 Kilometer südlich von Russland und 160 Kilometer nördlich der prorussischen Separatistengebiete in der Ostukraine ist die Stadt strategisch wichtig.

20:39 Uhr – Russland weist 18 EU-Diplomaten aus

Als Reaktion auf die Ausweisung von russischen Diplomaten bei der Europäischen Union weist Russland seinerseits 18 Diplomaten der EU-Vertretung in Moskau aus. Dies teilte das Außenministerium in Moskau mit. Zugleich warf es der EU eine „konsequente Zerstörung der über Jahrzehnte geschaffenen Architektur des bilateralen Dialogs und der Zusammenarbeit“ vor.

Mit Blick auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hatte Brüssel Anfang April 19 Beamte der russischen Vertretung bei der Europäischen Union zu unerwünschten Personen erklärt. Begründet wurde dies damit, dass sie Tätigkeiten ausübten, die ihrem diplomatischen Status widersprächen. Auch zahlreiche EU-Mitgliedsstaaten – darunter Deutschland – wiesen in den vergangenen Wochen russische Diplomaten aus, die in den verschiedenen Hauptstädten beschäftigt waren.

19:34 Uhr – „Moskwa“ laut US-Ministerium durch Beschuss zerstört

Die USA gehen nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium davon aus, dass das untergegangene russische Militärschiff „Moskwa“ von mindestens einer ukrainischen Rakete getroffen wurde. Wahrscheinlich sei die „Moskwa“ am Mittwoch von zwei Neptun-Raketen erfasst worden, wodurch das große Feuer an Bord entstanden sei, verlautete aus dem Pentagon.

Damit stimmt die Einschätzung der USA mit Angaben der Ukraine überein. Nach ukrainischer Darstellung war die „Moskwa“ vor ihrem Untergang im Schwarzen Meer von Raketen getroffen worden, was Russland aber bestritt.

19:08 Uhr – 2800 Menschen laut Ukraine aus umkämpften Gebieten herausgebracht

Mehr als 2800 Menschen sind nach ukrainischen Angaben aus besonders umkämpften Gebieten im Osten des Landes herausgebracht worden. Etwa 2500 Flüchtlinge seien in der Stadt Saporischschja im Süden angekommen, darunter 363 aus der schwer getroffenen Hafenstadt Mariupol, schrieb Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk auf Telegram.

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft des Gebiets Charkiw mitgeteilt, dass beim Beschuss von Flüchtlingsbussen sieben Menschen getötet worden seien. 27 Menschen sollen durch den Angriff russischer Soldaten in der Ortschaft Borowa verletzt worden sein. Unabhängig überprüft werden konnten die Angaben zunächst nicht.

18:33 Uhr – Russisches Gericht droht Google und Wikipedia laut Agentur mit Geldstrafe

Ein russisches Gericht droht Google und Wikimedia einem Medienbericht zufolge im Zusammenhang mit der Darstellung des Krieges mit einer Geldstrafe. Der US-Konzern und der Besitzer von Wikipedia hätten falsche Informationen über den Sondereinsatz in der Ukraine nicht gelöscht, meldet die Nachrichtenagentur Interfax. Google drohe eine Strafe von bis zu zwölf Millionen Rubel (knapp 133.400 Euro), Wikipedia von bis zu acht Millionen Rubel.

18:06 Uhr – Lage in Mariupol: „Die Menschen werden zu Tode gehungert“

Die Menschen in der von russischen Truppen belagerten ukrainischen Stadt Mariupol werden nach Einschätzung des Leiters des Welternährungsprogramms ausgehungert. Die humanitäre Krise in der Ukraine werde sich in den kommenden Wochen noch verschlimmern, sagte David Beasley in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP in Kiew.

Besonders angespannt sei die Lage in der Hafenstadt Mariupol, in der mehr als 100.000 Zivilisten ausharren. Ihnen mangelt es an Nahrungsmitteln, Wasser und Heizmöglichkeiten. Russische Truppen, die die Stadt belagern, haben dem WFP bislang keinen Zugang gewährt und keine Hilfslieferungen zugelassen. „Wir werden die Menschen in Mariupol nicht aufgeben. Aber es ist eine katastrophale Lage: Die Menschen werden zu Tode gehungert“, sagte Beasley.

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Da sich die Schauplätze der schwersten Kämpfe häufig änderten, sei es schwer, hungernde Ukrainer zu erreichen. Das WFP bemühe sich, Nahrungsmittelvorräte jetzt in Gebiete zu schaffen, in denen bald stärkere Gefechte erwartet werden. Die russische Invasion in die Ukraine, einem wichtigen Exporteur von Getreide, berge die Gefahr einer Destabilisierung weit entfernter Länder, sagte Beasley.

30 Millionen Tonnen für den Export bestimmtes Getreide könnten nicht verschifft werden. Das WFP sei deshalb gezwungen, die Hilfsrationen für Millionen Menschen zu halbieren, viele davon in Afrika. „Leute werden verhungern“, sagte er. Zudem könne der weltweite Nahrungsmangel eine Flüchtlingswelle auslösen und „Massenmigration jenseits von allem, was wir seit dem Zweiten Weltkrieg gesehen haben“.

17:40 Uhr – Lindner bewilligt drei Milliarden Euro für schwimmende Flüssiggasterminals

Die Bundesregierung leitet konkrete Schritte für die Lösung aus der Abhängigkeit von russischen Gasimporten ein. Bundesfinanzminister Christian Lindner gab 2,94 Milliarden Euro für die Anmietung von vier Flüssiggasterminals frei. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Schreiben von Finanzstaatssekretärin Katja Hessel an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor. Mit den Geldern „sollen alle Kosten der kurzfristigen Anmietung von vier schwimmenden Speicher- und Regasifizierungseinheiten“ finanziert werden, heißt es in dem Schreiben. Ziel sei die Sicherung der Gasversorgung Deutschlands mit Flüssigerdgas.

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Die „Bild“-Zeitung berichtete zuerst über den Vorgang. Die schwimmenden Terminals, an denen Gastanker ihre Fracht löschen können, sind eine Übergangslösung. Geplant ist der Bau stationärer LNG-Terminals in Wilhelmshaven und Brunsbüttel, was aber voraussichtlich Jahre in Anspruch nehmen wird.

16:40 Uhr – Mindestens 15 Z-Symbole in Plauen aufgetaucht

In Plauen im Vogtland haben Unbekannte mindestens 15 Z-Symbole an Hauswände gesprüht. Die Buchstaben seien in blauer und orangener Farbe in der Nacht zum Donnerstag in verschiedenen Straßen gemalt worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Gesucht werden nun Zeugen, die Hinweise zu den Tätern geben können.

Im Krieg in der Ukraine hat die russische Armee Panzer und andere Fahrzeuge mit dem Z-Symbol markiert. Wer es in Deutschland verwendet, kann sich unter Umständen strafbar machen. Es kommt auf den Kontext an und ob damit öffentlich eine Unterstützung des Angriffskriegs bekundet wird.

16:30 Uhr – Russische Behörden gehen gegen weitere Medien vor

Die russischen Behörden haben den Zugang zu weiteren Medien unterbunden. Wie die Zeitung „The Moscow Times“ mitteilt, wird die russischsprachige Website des Blatts blockiert. Russische Internetdienstleister reagierten laut der Zeitung auf eine Anordnung der zuständigen Aufsichtsbehörde.

Der englischsprachigen Seite der „Moscow Times“ zufolge ist der Grund für die Blockade ein Artikel über die angebliche Weigerung russischer Bereitschaftspolizisten, in der Ukraine zu kämpfen. Die Behörden hätten den Artikel als falsch eingestuft, so die Zeitung.

Unterdessen wird auch der Zugang zur Website des Senders Radio France International blockiert, wie aus Aufzeichnungen der Kommunikationsaufsicht Roskomnadsor hervorgeht.

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Medien in Russland - Dmitri Muratow

16:14 Uhr – EU hat laut Moskau keine vernünftige Alternative zu russischer Energie

Russlands Energieminister Alexander Nowak hat sich von europäischen Diskussionen um mögliche Importverbote für russisches Gas und Öl unbeeindruckt gezeigt. „Eine vernünftige Alternative zu den Energiequellen aus Russland gibt es kaum. Unter Berücksichtigung des Marktanteils von Russland wird ersichtlich, dass es ohne russische Energieressourcen unmöglich ist, die Energiesicherheit Europas zu garantieren“, schrieb Nowak in einem Leitartikel für das Branchenjournal „Energetitscheskaja Politika“ („Energiepolitik“).

Nowaks Worten zufolge werde es noch fünf bis zehn Jahre dauern, bis die EU russisches Öl und Gas vollständig ersetzen könne. Weder die USA noch die Opec-Staaten hätten genug Kapazitäten, um den Europäern schnell auszuhelfen. „Darum hängt das Schicksal der europäischen Industrie und das Wohlbefinden der EU-Bürger voll und ganz von der Rationalität der Entscheidungen der EU-Führer ab“, schrieb Nowak.

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Robert Habeck am Donnerstag auf einer Wahlkampfveranstaltung seiner Partei zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein Anfang Mai

Habecks Energiespar-Aufruf

15:50 Uhr – Bayer-Chef warnt vor Engpässen bei Medikamenten

Der Chef des Pharma-Riesen Bayer, Werner Baumann, warnt vor Arzneimittel-Engpässen. „Wenn es zu neuen Unterbrechungen in den Lieferketten kommen sollte, könnte auch die Produktion von Medikamenten unter Druck kommen“, sagt er der „Bild“-Zeitung. Lieferengpässe könnten Folgen für Produktionsabläufe haben und dann zu Problemen bei der Versorgung von Patienten führen.

15:25 Uhr – Fünf Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen

Die Zahl der wegen des russischen Angriffskriegs aus der Ukraine geflohenen Menschen hat die Schwelle von fünf Millionen überschritten. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) teilte mit, dass 4.796.245 Millionen Ukrainer ihr Land verlassen haben. Hinzu kommen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) fast 215.000 Staatsangehörige anderer Länder, die in der Ukraine lebten und inzwischen ebenfalls aus dem Land geflohen sind.

Es handelt sich um die größte Flüchtlingsbewegung in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Bei 90 Prozent der ins Ausland Flüchtenden handelt es sich um Frauen und Kinder, da Männer zwischen 18 und 60 Jahren die Ukraine derzeit nicht verlassen dürfen. Der Großteil der Flüchtlinge – 2,7 Millionen – ging nach Polen. Innerhalb der Ukraine sind nach IOM-Schätzungen zudem weitere 7,1 Millionen Menschen auf der Flucht. Vor dem russischen Einmarsch lebten in der Ukraine 37 Millionen Menschen.

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Ukraine-Konflikt - Geflüchtete in Berlin

14:12 Uhr – Russland soll angeblich Bürger aus Moldau rekrutieren

Die russische Armee versucht nach Berichten, auf die die Regierung in Moldau verweist, Bürger des an die Ukraine grenzenden Landes zu rekrutieren. Die Versuche gingen demnach in der abtrünnigen Region Transnistrien vonstatten, erklärt Außenminister Nicu Popescu. „Solche Aktionen fördern nicht den Frieden für uns alle, unsere Mitbürger, für unsere Familien. Solche Dinge sind sehr gefährlich und müssen gestoppt werden.“ Weitere Details nennt Popescu nicht. Moskaus Außenministerium äußerte sich nicht zu den Vorwürfen, die sich unabhängig vorerst nicht überprüfen ließen.

Transnistrien ist ein schmaler Landstreifen im Osten der Republik, der von prorussischen Separatisten gehalten wird und bis auf etwa 40 Kilometer an die ukrainische Hafenstadt Odessa heranreicht.

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Geflüchtete kommen in der Stadt Palanca an der moldauisch-ukrainischen Grenze an

13:20 Uhr – Stadtrat von Mariupol: Russische Truppen gestatten keine Beisetzungen

Bewohner der belagerten ukrainischen Stadt Mariupol haben nach Angaben des Stadtrats beobachtet, dass russische Soldaten in Hinterhöfen von Wohnhäusern beigesetzte Leichen aus ihren Gräbern holten. Neue Beisetzungen von „Menschen, die sie getötet haben“, würden nicht gestattet. Ein Wachmann sei in jedem Hof abgestellt und erlaube es Bewohnern nicht, Angehörige oder Freunde zur letzten Ruhe zu betten.

„Warum die Exhumierungen ausgeführt werden und wohin die Leichen gebracht werden, ist unbekannt“, hieß es in einer auf Telegram geposteten Erklärung des Stadtrats. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Der Bürgermeister von Mariupol, Wadym Bojtschenko, hatte der Nachrichtenagentur AP kürzlich gesagt, russische Truppen hätten mobile Krematorien in die Stadt gebracht, um die Leichen von Opfern der Belagerung zu verbrennen.

13:08 Uhr – Ukraine: Sieben Zivilisten bei russischem Angriff auf Evakuierungs-Busse getötet

Bei einem russischen Angriff auf Busse, die Zivilisten aus dem Kriegsgebiet in der Ostukraine in sichere Gebiete bringen wollten, sind nach ukrainischen Angaben mindestens sieben Zivilisten getötet worden. Ersten Informationen zufolge seien 27 weitere Menschen bei dem Vorfall in der Region Charkiw verletzt worden, teilte das Büro des ukrainischen Generalstaatsanwalts auf Telegram mit.

Demnach hatten russische Soldaten am Donnerstag auf Evakuierungsbusse mit Zivilisten im Dorf Borowa im Bezirk Isjum gefeuert. Es sei eine Untersuchung unter anderem wegen „Verletzung des Kriegsrechts“ eingeleitet worden, hieß es weiter.

13:00 Uhr – Russland fordert Stopp von Waffenlieferungen

Russland verlangt einem Zeitungsbericht zufolge ein Ende von Waffenlieferungen an die Ukraine. „Wir fordern die USA und ihre Verbündeten auf, die unverantwortliche Militarisierung der Ukraine zu unterlassen, die unvorhersehbare Konsequenzen für die regionale und internationale Sicherheit impliziert“, heißt es laut der „Washington Post“ in einer diplomatischen Note an die Vereinigten Staaten.

12:18 Uhr – Unterbringung von Ukraine-Flüchtlingen stößt teils an Grenzen

Die Möglichkeiten zur Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine in Brandenburg werden nach Einschätzung der Städte und Gemeinden mancherorts knapp. Die Kapazitäten seien besonders in Regionen mit ohnehin angespannten Wohnungsmärkten an Grenzen gestoßen, teilte der Städte- und Gemeindebund Brandenburg mit. Auch die Kapazitäten der sozialen Infrastruktur seien ein Problem.

In Potsdam öffnete am Freitag die 3000 Quadratmeter große Metropolishalle in Babelsberg als Notunterkunft für ukrainische Geflüchtete. In den 84 Wohneinheiten sind mehr als 300 Schlafplätze vorhanden, teilte die Stadt mit. Die ersten 70 Flüchtlinge wurden am Karfreitag dort erwartet.

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Ankunft ukrainischer Flüchtlinge am Berliner Hauptbahnhof

11:38 Uhr – Russland kündigt weitere Raketenangriffe auf Kiew an

Russland will nach eigenen Angaben verstärkt Kiew unter Raketenbeschuss nehmen. „Anzahl und Umfang der Raketenangriffe auf Ziele in Kiew werden als Reaktion auf terroristische Angriffe oder Sabotageakte des nationalistischen Kiewer Regimes auf russischem Territorium zunehmen“, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Am Vortag hatte Moskau die Regierung in Kiew beschuldigt, russische Grenzstädte anzugreifen. Eine Überprüfung der Vorwürfe von unabhängiger Seite war nicht möglich.

In der Nacht sei bereits ein militärisches Ziel am Stadtrand mit Marschflugkörpern attackiert worden. In Kiew waren so starke Explosionen zu hören, wie kaum seit dem jüngsten Rückzug russischer Truppen aus der ukrainischen Hauptstadt.

11:30 Uhr – Ukraine meldet fünf Tote nach russischen Angriffen im Donbass

Bei russischen Angriffen im Osten der Ukraine sind nach Angaben Kiews fünf Menschen getötet worden. In einem am Freitag vom Präsidialamt herausgegebenen Bericht hieß es, in der östlichen Region Luhansk seien zwei Menschen getötet worden, während in der benachbarten Region Donezk drei Menschen starben. Insgesamt neun Menschen wurden demnach verletzt. In der Nacht waren zudem südlich von Kiew Explosionen zu hören.

Die Kämpfe in Donezk würden sich „entlang der gesamten Frontlinie“ fortsetzen, hieß es in der ukrainischen Erklärung. Der Donbass sei das Hauptziel für Russland, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstagabend. „Es ist der Donbass, den Russland zerstören will. Es sind die Regionen Luhansk und Donezk, die die russischen Truppen zerstören, so dass nur noch Steine und keine Menschen mehr übrig sind.“

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Ukraine-Krieg - Satellitenbild Bilokurakyne

11:25 Uhr – Lettlands Präsident nach Kiew-Reise: „Ich würde es Völkermord nennen“

Nach seiner Rückkehr aus der Ukraine hat Lettlands Staatspräsident Egils Levits das Vorgehen der russischen Truppen dort angeprangert. Nach allem, was er mit eigenen Augen gesehen habe, seien aus seiner Sicht alle Anzeichen von Völkermord gegeben. „Ich würde es Völkermord nennen“, sagte Levits. Rechtlich könnte das von einem der internationalen Gerichte festgestellt werden, sagte der frühere Richter am Europäischen Gerichtshof.

Er traf Präsident Wolodymyr Selenskyj und besuchte zuvor mehrere stark zerstörte Vororte von Kiew. Der Anblick der von Luftangriffen und Raketen zerstörten Orte sei „sehr emotional“ und nur schwer zu ertragen gewesen. „Dort war zu sehen, dass russische Truppen mit besonderer Grausamkeit vorgingen, um so viele Zivilisten wie möglich zu töten“, sagte Levits.

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Gitanas Nauseda (l-r) aus Litauen, Andrzej Duda aus Polen, Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, Egils Levits, Präsident von Lettland, und Alar Karis, Präsident von Estland

11:14 Uhr – Russisches Militär meldet Kontrolle über Stahlwerk in Mariupol

Das russische Militär hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über das Stahlwerk „Iljitsch“ in der schwer umkämpften ukrainischen Hafenmetropole Mariupol errungen. Von ukrainischer Seite gab es dafür keine Bestätigung.

Der Kommandeur der ukrainischen Marineinfanteriebrigade, Serhij Wolyna, beschrieb in der Zeitung „Ukrainskaja Prawda“ die Lage in der Stadt als „kritisch“. Mariupol könne nur durch eine schnelle Militäroperation zur Beendigung der russischen Blockade oder durch eine politische Lösung gerettet werden, meinte er.

10:22 Uhr: Russland tötet 30 „polnische Söldner“ nahe Charkiw und greift Raketenfabrik bei Kiew an

Russland hat nach eigenen Angaben etwa 30 „polnische Söldner“ in der Nähe der ukrainischen Stadt Charkiw getötet. Bei einem Raketenangriff auf das Dorf Isjumske seien „bis zu 30 polnische Söldner ausgeschaltet“ worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Die Söldner hätten für die ukrainischen Streitkräfte im Nordosten des Landes gekämpft.

Das russische Verteidigungsministerium drohte zudem wieder mit Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew. „Anzahl und Umfang der Raketenangriffe auf Ziele in Kiew werden als Reaktion auf terroristische Angriffe oder Sabotageakte des nationalistischen Kiewer Regimes auf russischem Territorium zunehmen.“ Am Vortag hatte Moskau Kiew beschuldigt, russische Grenzstädte anzugreifen. Eine Überprüfung der Anschuldigungen von unabhängiger Seite war nicht möglich.

In der Nacht habe Russland zudem eine „militärische“ Fabrik außerhalb Kiews mit seegestützten Kalibr-Langstreckenraketen angegriffen, erklärte das Ministerium weiter.

09:15 Uhr – Kanada sendet Soldaten zur Flüchtlingsbetreuung nach Polen

Kanada entsendet zur Unterstützung der Betreuung ukrainischer Flüchtlinge Soldaten nach Polen. Die meisten der etwa 150 Soldaten würden in Empfangszentren in ganz Polen geschickt und unter anderem bei der Registrierung der Flüchtlinge helfen, kündigte die kanadische Verteidigungsministerin Anita Anand an. Eine andere Gruppe werde die Koordinierung der internationalen Hilfe unterstützen.

07:00 – Selenskyj dankt Landsleuten und Unterstützern für 50 Tage Widerstand gegen Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spielt in einer Videoansprache am frühen Morgen auf das gesunkene russische Kriegsschiff „Moskwa“ an und preist alle jene „die gezeigt haben, dass russische Schiffe….auf den Grund gehen können.“

Nach Angaben der Ukraine wurde der russische Raketenkreuzer von zwei ukrainischen Neptun-Raketen getroffen. Das russische Verteidigungsministerium hatte den Untergang des Flaggschiffes der Schwarzmeerflotte am Abend bestätigt. Es sei in einem Sturm gesunken, während es zu einem Hafen geschleppt wurde.

Bei dem Untergang der „Moskwa“ handelt es sich um einen der größten materiellen Verluste für die russische Armee seit Beginn des Militäreinsatzes gegen die Ukraine am 24. Februar.

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Außerdem dankte Selenskyj seinen Landsleuten für 50 Tage Widerstand gegen Russland. „Gott sei Dank, den Streitkräften der Ukraine und unserem Volk – wir haben den größten Teil unseres Landes verteidigt“, sagte Selenskyj anlässlich des 50. Tages seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine in einer am Donnerstagabend auf Telegram veröffentlichten Videobotschaft. „50 Tage unserer Verteidigung sind eine Leistung. Eine Leistung von Millionen von Ukrainern.“

Selenskyj sagte weiter, er erinnere sich an den ersten Tag der russischen Invasion in die Ukraine. „Um es milde auszudrücken: Niemand war überzeugt, dass wir bestehen würden.“ Viele hätten ihm geraten, das Land zu verlassen. „Sie haben dazu geraten, dass wir uns de facto der Tyrannei ergeben.“ Sie hätten aber die Ukrainer nicht gekannt und nicht gewusst, wie mutig diese seien und wie sehr sie Freiheit schätzten, „so zu leben, wie wir wollen“.

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Selenskyj dankte zudem allen Unterstützern der Ukraine. Er habe in den 50 Tagen viele politische Führer auf eine andere Art gesehen. Er habe „große Großzügigkeit“ bei denen gesehen, die nicht reich seien oder Entschlossenheit bei jenen, die von anderen nicht ernst genommen worden seien. Er habe aber auch Politiker gesehen, die sich so verhielten, als hätten sie keine Macht.

06:26 Uhr – Ukraine: Russische Einheiten konzentrieren sich auf Städte in Luhansk

Russische Einheiten versuchen ukrainischen Angaben zufolge derzeit vorrangig, die Städte Popasna und Rubischne im Gebiet Luhansk im Osten der Ukraine einzunehmen. Sie seien dabei aber nicht erfolgreich, hieß es im Morgenbericht zur militärischen Lage des ukrainischen Generalstabs. Kiew erwartet in den nächsten Tagen eine Großoffensive russischer Einheiten im Osten des Landes.

Binnen 24 Stunden habe man in den Gebieten Luhansk und Donezk an acht Stellen Angriffe abgewehrt und dabei mehrere russische Panzer und ein Artilleriesystem zerstört, heißt es in dem Generalstabsbericht weiter. Die Ukraine hat dort besonders starke Truppen, die seit 2014 die Front gegen die von Moskau gelenkten und ausgerüsteten Separatistenrepubliken Donezk und Luhansk halten. Gleichzeitig ist Moskau seit mehreren Tagen dabei, seine Truppen in dem Gebiet aufzustocken.

06:20 Uhr – Dobrindt fordert mehr militärische Hilfe für Ukraine ein

Die CSU im Bundestag fordert von der Bundesregierung zügige Entscheidungen über die Lieferung auch schwerer Waffen für die Ukraine. „Die Zeit für langwierige Ampeleien ist vorbei“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Deutschland kann und muss deutlich mehr militärische Unterstützung leisten.“

Der CSU-Politiker Dobrindt sagte weiter: „Es braucht eine weitere Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine auch mit schweren Waffen, geschützten Fahrzeugen und Aufklärungstechnik mit Drohnen.“ Diese müssten nicht nur von der Bundeswehr, sondern vor allem auch aus der Industrie heraus geliefert werden.

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05:52 Uhr – Linkenpolitiker wirft Grünen und FDP „Waffenexzessforderungen“ vor

In der Diskussion über Waffenlieferungen an die Ukraine hat der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag, Jan Korte, FDP und Grünen Kriegsrhetorik und „Waffenexzessforderungen“ vorgeworfen. Der „insbesondere von Grünen und FDP beförderte Weg der von Tag zu Tag stärkeren militärischen Einmischung“ nehme immer bedrohlichere Ausmaße an, sagte Korte der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist höchste Zeit, dieses gefährliche Spiel mit dem Feuer zu beenden“

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Er forderte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dazu auf, „den Waffenexzessforderungen von Grünen und FDP Einhalt“ zu gebieten. „Wer mit täglich schrillerer Kriegsrhetorik immer mehr und immer schwerere Waffen an die Ukraine liefern will, der muss konkret beantworten, um was es dabei in welchem Umfang geht und welcher Zweck damit verfolgt wird. Und er muss beantworten, wie weit das Ganze gehen soll.“

02:39 Uhr – Schwere Explosionen in vielen Teilen der Ukraine

Seit Mitternacht heulen Luftschutzsirenen in Luhansk und Saporischschja im Osten der Ukraine. Zuvor wurden gewaltige Explosionen aus Kiew, dem südlichen Cherson, Charkiw im Osten und Iwano-Frankiwsk im Westen gemeldet. Ukrainische Medien berichten über Stromausfälle in Teilen der Hauptstadt Kiew.

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01:00 Uhr – Habeck: „Es müssen mehr Waffen kommen“

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck macht sich für eine Ausweitung von Waffenlieferungen an die Ukraine stark. „Es müssen mehr Waffen kommen“, sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). „Wir können die Ukraine in dem Krieg nicht alleine lassen. Sie kämpft auch für uns. Die Ukraine darf nicht verlieren, Putin darf nicht gewinnen.“

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Auf die Frage, ob Deutschland auch schwere Waffen liefere, sagte der Vizekanzler: „Die Menschen in der Ukraine wehren sich mit Mut und Opferbereitschaft. Wir stehen in der Pflicht, sie mit Waffen zu unterstützen. Zugleich haben wir eine Verantwortung dafür, nicht selbst zum Angriffsziel zu werden. Das ist dem Rahmen, innerhalb dessen wir alles liefern, was möglich ist.“ Dieser Rahmen „schließt große Panzer oder Kampfflugzeuge bisher nicht ein“, fügte Habeck hinzu.

„Natürlich bedeutet eine Brutalisierung des Krieges auch, dass man in Quantität und Qualität der Waffenlieferungen zulegen muss. Aber das besprechen wir mit unseren europäischen Partnern und den Nato-Partnern“, sagte der Minister weiter.

Vor allem Politiker von den Grünen und der FDP dringen in der Ampel-Koalition auf weitere Hilfen für Kiew auch in Form von schweren Waffen. Der Grünen-Politiker Anton Hofreiter sagte auf RTL: „Wir müssen jetzt endlich anfangen, der Ukraine das zu liefern, was sie braucht, und das sind auch schwere Waffen.“ Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich bisher zurückhaltend zur Lieferung schwerer Waffen an Kiew geäußert.

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Bildungsgewerkschaften haben die Politik aufgefordert, einen konkreten Plan für die Integration von geflüchteten Kindern aus der Ukraine vorzulegen. Hintergrund ist, dass die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Karin Prien, mit rund 400.000 zu unterrichtenden Schülern aus der Ukraine rechnet. „Da sich die personelle und räumliche Situation an den Schulen ständig weiter zuspitzt, erwarte ich von der Kultusministerkonferenz, dass sie nicht nur den Bedarf vorrechnet, sondern auch sagt, was sie konkret tun wird“, sagte der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). „Die Politik darf nicht nach dem Prinzip Hoffnung darauf setzen, dass die Schulen und Kitas das schon alles irgendwie regeln werden.“

Auch die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, forderte: „Die Schulen brauchen jetzt so zügig wie möglich zusätzliche finanzielle und personelle Ressourcen, um die Herausforderung zu meistern, perspektivisch mehrere Hunderttausend geflüchtete ukrainische Schülerinnen und Schüler zu integrieren.“ Es seien „Bund, Länder und Kommunen gefordert.

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Prien hatte gesagt, dass in Deutschland künftig mehrere Hunderttausend geflüchtete Kinder aus der Ukraine unterrichtet werden müssten. Nach Rechnung der CDU-Politikerin werde das einen Bedarf von etwa 24.000 Lehrerinnen und Lehrern nach sich ziehen.

22:35 Uhr – Moskau: Raketenkreuzer „Moskwa“ gesunken

Der im Ukraine-Krieg beschädigte Kreuzer „Moskwa“, das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte, ist untergegangen. Das teilte am Donnerstagabend das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Während das Schiff abgeschleppt worden sei, habe es bei starkem Seegang seine „Stabilität“ verloren und sei gesunken.

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