Ukraine-News: Duda – „Das ist nicht Krieg. Es ist Grausamkeit, Terrorismus“ – WELT

Polens Präsident Andrzej Duda hat den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine als „Terrorismus“ verurteilt. „Dies ist kein Krieg, dies ist Terrorismus“, sagte Duda bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Kiew. „Wenn jemand Flugzeuge und Soldaten schickt, um Wohngebiete zu bombardieren und Zivilisten zu töten, ist das nicht Krieg. Es ist Grausamkeit, Banditentum, Terrorismus.“

Duda hielt sich am Mittwoch gemeinsam mit seinen baltischen Kollegen, dem estnischen Präsidenten Alar Karis, dem lettischen Staatschef Egils Levits und dem litauischen Präsidenten Gitanas Nauseda, zu einem Besuch in der Ukraine auf.

Nach einem Besuch in der schwer vom Krieg gezeichneten Stadt Borodjanka äußerte sich auch Nauseda erschüttert.

Das Treffen mit Präsident Selenskyj: Litauens Präsident Nauseda, Polens Präsident Duda, Lettlands Präsident Levits und Estlands Präsident Karis in Kiew

Quelle: AP

„Es ist schwer zu glauben, dass solche Kriegsgräuel im Europa des 21. Jahrhunderts verübt werden können, aber das ist die Realität“, sagte er.

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Ukraine-News – alle Ereignisse im Liveticker:

05:15 Uhr – Fidschi setzt Yacht und Crew von russischem Oligarchen fest

Die Polizei beschlagnahmte in Fidschi die Superjacht „Amadea“ des russischen Oligarchen Suleiman Kerimow und nahm die Besatzung fest. Wie ein Beamter des nationalen Polizeikommando- und Kontrollzentrums gegenüber Reuters bestätigte, wird der Kapitän des Schiffes dazu befragt, wie die Luxusjacht ohne Zollabfertigung nach Fidschi in die Werft von Lautoka gekommen ist.

Polizeipräsident Sitivini Qilihov erklärte gegenüber der Zeitung „Fiji Sun“, die Generalstaatsanwaltschaft von Fidschi sei von einer ausländischen Regierung um Unterstützung in einer Strafsache gebeten worden und Fidschi habe mit anderen Ländern Vereinbarungen zur Durchsetzung von Sanktionen gegen russische Oligarchen getroffen. Laut Berichten der „Fiji Times“ hätten die Botschaft der USA und die Delegationen der EU um Zusammenarbeit gebeten. Die US-Botschaft in Fidschi lehnt eine Stellungnahme gegenüber Reuters bisher ab.

05:00 Uhr – Heil: „Viele Kriegsflüchtlinge werden länger bei uns bleiben“

Viele ukrainische Kriegsflüchtlinge brauchen nach Einschätzung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) eine längerfristige Perspektive in Deutschland. „Die Brutalität dieses Krieges, die Zerstörungen und die unabsehbare Dauer legen nahe, dass wahrscheinlich viele Menschen länger bei uns bleiben werden“, sagte Heil der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Darauf müssen wir uns einrichten.“ Bislang sind rund 340 000 Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland offiziell festgestellt.

03:00 Uhr – Militär – Streitkräfte wehren 8 russische Angriffe im Osten ab

Ukrainische Streitkräfte wehren eigenen Angaben zufolge acht russische Angriffe in den östlichen Regionen von Donezk und Luhansk ab. „Insbesondere haben die ukrainischen Verteidiger einen feindlichen Panzer, vier gepanzerte Fahrzeuge und sechs weitere Fahrzeuge zerstört“, heißt es in einer Erklärung des ukrainischen Militärs.

02:35 Uhr – Insider – USA wollen hochrangigen US-Beamten nach Kiew schicken

Einem Insider zufolge wollen die USA einen hochrangigen US-Beamten aus Solidarität auf einen Besuch in die ukrainische Hauptstadt Kiew schicken. Der amerikanische Außenminister Antony Blinken oder auch Verteidigungsminister Austin Lloyd seien mögliche Kandidaten für einen Überraschungsbesuch, so der Insider. Es sei unwahrscheinlich, dass US-Präsident Joe Biden selbst die Reise antreten werde.

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Olaf Scholz

Eine endgültige Entscheidung ist nach Angaben der mit der Angelegenheit vertrauten Person noch nicht gefallen. Von Gesprächen über die Entsendung eines hochrangigen Regierungsmitgliedes berichtet auch die US-amerikanische Tageszeitung „Politico“ unter Berufung auf zwei weitere Insider.

02:00 Uhr – Habeck ruft zur Deeskalation nach Ausladung Steinmeiers auf

Vizekanzler Robert Habeck (Die Grünen) ruft nach der Absage der Ukraine für eine Reise von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Kiew zu Deeskalation auf. „Jetzt sollten wir alle schnell zusehen, dass wir das Problem lösen und nicht eskalieren. Dafür wurden Telefone ja erfunden“, sagt Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. Die Bundesregierung stünde in einem ständigen und dauernden Austausch mit der ukrainischen Regierung. Dennoch habe die ukrainische Seite einen diplomatischen Fehler gemacht, so der Grünen-Politiker.

00:48 Uhr – „Zehntausende“ nicht detonierter Sprengvorrichtungen

Russische Truppen sollen ukrainischen Angaben zufolge große Mengen an nicht explodierten Sprengvorrichtungen im Norden des Landes hinterlassen haben. Zehntausende nicht detonierter Granaten oder Minen seien in dem Gebiet, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner Videobotschaft in der Nacht zu Donnerstag. Die Minenräumung dauere an, Bewohnerinnen und Bewohner, die dorthin zurückkehrten, müssten äußerst vorsichtig und aufmerksam sein.

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Sind längst noch nicht am Ende: Russische Truppen kontrollieren trotz hoher vieler Verluste wichtige Städte und Regionen in der Ukraine

Die militärische Lage, sagte Selenskyj weiter, unterscheide sich aktuell nicht wesentlich von der der vergangenen Tage. Russische Truppen verstärkten ihre Aktivitäten im Osten und im Süden. Sie versuchten, ihre Verluste auszugleichen, Bomben- und Artillerieangriffe gingen weiter. Sie wollten zudem Einwohner der Gebiete im Süden des Landes, die von russischen Truppen gehalten werden, für ihre Kräfte zu rekrutieren. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

00:32 Uhr – Selenskyj: „Freunde der Ukraine“ waren zu Besuch in Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Polen, Lettland, Litauen und Estland nach einem Besuch ihrer Staatspräsidenten in Kiew für ihren Einsatz für die Ukraine gelobt. Der Besuch der Präsidenten der „vier Staaten – Freunde der Ukraine“ am Mittwoch sei nützlich und fruchtbar gewesen, sagte Selenskyj in seiner Videobotschaft in der Nacht zu Donnerstag. Es seien die Präsidenten jener Länder gewesen, die der Ukraine vom ersten Tag an geholfen hätten, die nicht gezögert hätten, Waffen an Kiew zu liefern und keine Zweifel an Sanktionen gegen Russland gehabt hätten.

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00:05 Uhr – KMK-Präsidentin: 400.000 ukrainische Schüler erwartet

Deutschland muss sich aus Sicht der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien, auf bis zu 400.000 geflüchtete ukrainische Schüler einstellen und bräuchte dafür 24.000 Lehrkräfte. „Die Bundesregierung geht davon aus, dass eine Million Menschen aus der Ukraine nach Deutschland kommen könnte. Davon werden sicherlich 40 Prozent Schülerinnen und Schüler sein“, sagte Prien, die Bildungsministerin in Schleswig-Holstein ist, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Donnerstag). „Das wären dann bis zu 400 000 junge Menschen, denen wir im deutschen Schulsystem erst einmal gerecht werden müssen“, so die CDU-Politiker weiter.

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„Wir rechnen, dass man ungefähr 60 Lehrkräfte pro 1000 Schüler braucht. Für 400.000 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine bräuchten wir also 24.000 Lehrer“, zumindest wenn man man im Bereich der Willkommensklassen weiter mit kleinen Gruppengrößen arbeiten wolle.

23:30 Uhr – Moskau erwägt Staatshilfen für Fluggesellschaften

Die russische Regierung erwägt einem Medienbericht zufolge, Fluggesellschaften und Flughäfen mit Staatshilfen zu unterstützen. Mit den Geldern könnten die Airlines und Flughäfen die wirtschaftlichen Schäden besser kompensieren, die durch die westlichen Sanktionen entstanden seien, berichtet die Agentur Interfax.

22:45 Uhr – USA liefern erstmals Haubitzen in die Ukraine

Die USA liefern als Teil ihrer neuen Militärhilfe erstmals auch Haubitzen an die Ukraine. Die 18 Geschütze haben ein Kaliber von 155 mm, wie aus der Ankündigung hervorgeht. Der Militärexperte John Spencer von der Denkfabrik Madison Policy Forum begrüßte die Entsendung von Artillerie mit zugehöriger Munition. „Man braucht diese größeren, stärkeren Waffen, um mit dem mithalten zu können, was Russland mitbringt für die versuchte Einnahme der Ostukraine“, sagt er der Nachrichtenagentur Reuters.

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