VfB Stuttgart gegen Dortmund: Nichts ist unmöglich…

Es war der 12. Dezember 2020. Silas Katompa Mvumpa lief damals noch als Silas Wamangituka für den VfB Stuttgart über den Platz. In Dortmund. Zuschauer waren coronabedingt nicht zugelassen. Ziemlich schade, denn sie wären aus dem Staunen kaum herausgekommen. Erstmals nach fast vierzehn Jahren gewann der VfB wieder in Dortmund.

Silas und die “Jungen Wilden 2.0”

Beim 5:1-Erfolg – in Worten fünf zu eins – brachte vor allem Silas Wamangituka auch die Fachpresse ins Schwärmen. Der “kicker” schrieb damals: “Silas Wamangituka war aufgrund seines Tempos und seiner Agilität für die Dortmunder am Samstag schlicht nicht zu packen.” Silas erzielte zwei Tore, bereitete eins vor und wurde zum Spieler dieses 11. Spieltags gekürt. Der VfB ließ die Dortmunder kaum ins Spiel kommen, stand defensiv gut und war offensiv extrem effektiv. Der überragende Silas hatte per Foulelfmeter die 1:0- Führung erzielt, Reyna glich vor der Pause zwar noch zum 1:1 aus, aber das unterbrach das starke Stuttgarter Spiel nur kurz. Der VfB spielte den Favoriten auch nach Wiederanpfiff schwindelig, Silas traf zum 2:1, Tanguy Coulibaly, Philipp Förster und Nicolas Gonzalez machten das 5:1 mit ihren Treffern perfekt.

Stuttgart stand nach diesem 11. Spieltag mit 17 Punkten auf Platz 7. Das, was danach über diesen VfB zu lesen war, war Begeisterung pur: “Jung, schnell und richtig gut”, “kompromissloser Offensivfußball”, “diese Stuttgarter machen in der Gegenwart Spaß und versprechen für die Zukunft Großes”. Die “Jungen Wilden 2.0” waren spätestens an diesem 12.12.2020 geboren.

Mach’s noch einmal, VfB….

Gut 16 Monate später, im April 2022, kämpft der VfB um den Klassenerhalt. Der Doppeltorschütze von damals heißt inzwischen Silas Katompa Mvumpa, hat einen Kreuzbandriss mit monatelanger Pause hinter sich und ist nach nur kurzer Rückkehr auf den Platz wieder zum Zuschauen verdammt. Eine Schulterverletzung und Operation heißt, der VfB muss die Saison ohne den Kongolesen zu Ende bringen. Aber nicht ohne Zuversicht.

Dafür ist auch vor dem Spiel gegen Dortmund der Chef(trainer) zuständig, Pellegrino Matarazzo. Der Erfolg von damals spielt in der Vorbereitung bislang keine Rolle. “Aber wir wissen auch, wenn wir an unser Leistungslimit gehen, dann sind wir auch in der Lage, einen großen Gegner zu ärgern”, sagt Pellegrino Matarazzo vor diesem 29. Spieltag und dem Heimspiel gegen Dortmund. Die Motivation aber liege darin, “unseren Weg fortzusetzen. Wieder siegfähig zu sein, gegen einen Topgegner”.

Dieses Gefühl noch einmal zurückholen…

Wer die Fans der beiden Clubs nach diesem Spiel fragt, kriegt noch 16 Monate danach ein frustriertes Kopfschütteln vom BVB-Anhänger und sieht ein Strahlen in den Augen der VfB-Fans. Als Pellegrino Matarazzo jetzt auf den 12.12.2020 angesprochen wurde, überlegte er kurz. Damals in Dortmund hatte er nach dem Spiel geschwärmt und gesagt: “Ich bin stolz auf meine Mannschaft”.

Vielleicht ist Matarazzo das jetzt auch wieder eingefallen. Und vielleicht hat er sich in diesem kurzen Moment des Überlegens dann auch gefragt, ob er die Bilder von diesem Spiel und mehr noch, die Gefühlslage von damals noch einmal in die Köpfe zurück bringt. Warum auch nicht. Auch wenn alle das wissen, was Matarazzo ausspricht: “Wenn wir was holen wollen, müssen wir an unsere Grenzen gehen.” Es wäre einen Versuch wert…


Quelle: SWR

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