Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Weiteres Lebensmittel in Supermärkten plötzlich knapp und teuer

Neben Speiseöl scheint in den Supermärkten nun auch ein weiteres Alltags-Lebensmittel extrem beliebt zu sein. (Symbolfoto)

© Michael Gstettenbauer/Imago

In Supermärkten und Discountern in Deutschland sind immer häufiger leere Regale zu finden. Nach Speiseölen wird das nächste Produkt zur Mangelware.

Kassel – Der Krieg in der Ukraine wirkt sich auch in Deutschland auf den Alltag vieler Menschen aus. Fachleute sprachen bereits von einer drohenden Lebensmittel-Krise, als Folge des Kriegs.* Einige Folgen des Ukraine-Konflikts* bekommen Verbraucher in Deutschland bereits deutlich zu spüren.

So steigen aktuell die Energiepreise massiv an. An Tankstellen sind die Spritpreise inzwischen über der 2-Euro-Marke. Doch auch im Supermarkt machen sich erste Probleme bemerkbar. Worauf müssen sich Kunden bei Aldi,* Lidl* und Co. bald einstellen?

Ukraine-Krieg: Nächstes Supermarkt-Lebensmittel wird bei Aldi, Lidl & Co. knapp

Sonnenblumenöl und Rapsöl sind bereits knapp, einige Aldi-Filialen* müssen den Verkauf bereits reglementieren. Nun macht sich in einigen Supermärkten das nächste Problem bemerkbar – und wieder ist es ein Grundnahrungsmittel, dass immer seltener in den Regalen zu finden ist.

Hefe und Mehl sind vielerorts wieder Mangelware, denn in einigen Filialen von Aldi, Lidl, Tegut und Co. kommt es offenbar wieder zu Hamsterkäufen*. Ein Nutzer auf Twitter teilte Fotos und schrieb: „Schon wieder #Hamsterkaeufe. Ich war heute bei aldi lidl tegut netto und kein Öl keine Hefe kein Mehl .. alles ausverkauft (sic)“. Auch viele andere Nutzerinnern und Nutzer berichten von leeren Regalen. Der Hashtag „#hamsterkaeufe“ wird immer häufiger verwendet. Viele macht die scheinbar erneute Welle an Lebensmittel-Hortungen sauer. „Scheiße. Wir sind in einer Zeitschleife gefangen. Willkommen im Jahr 2020! #Hamsterkaeufe“, twittert ein User.

Aldi, Lidl, Netto und Co. – Das nächste Lebensmittel im Supermarkt zur Mangelware

Die Verknappung von Mehl und anderen Getreideprodukten hat mehrere Gründe. Die letzten Jahre sind bereits von einem deutlichen Preisanstieg beim Weizen gezeichnet. Laut Statistischem Bundesamt waren die Erzeugerpreise im Dezember 2021 bereits 40,6 Prozent teurer, als im Jahr zuvor. Laut Bundesamt spielten hierbei vor allem hohe Nachfragen und geringe Erntemengen entscheidende Rollen. Derartige Anstiege werden in der Folge an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben.

Lebensmittel-Notfallvorrat Menge (für 10 Tage)
Wasser 20 Liter
Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis 3,5 Kilogramm
Gemüse, Hülsenfrüchte 4,0 Kilogramm
Obst, Nüsse 2,5 Kilogramm
Milch, Milchprodukte 2,6 Kilogramm
Fisch, Fleisch, Eier, Volleipulver 1,5 Kilogramm
Fette, Öle 0,357 Kilogramm
Zucker, Honig, Fertiggerichte, Jod-Salz, Salzstangen, etc. Nach Belieben
Quelle: BBK – Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Die Pandemie sorgte zusätzlich dafür, dass viele Supermärkte und Discounter Probleme bei ihren Lieferketten hatten. Auch das führte zu einer Verknappung. Gleichzeitig kam es zu Hamsterkäufen, schließlich waren in Zeiten der Corona-Lockdowns neben Klopapier auch Mehl und Hefe knapp. Der Krieg in der Ukraine verschärft die Lage nun weiter.

Ukraine-Krieg wirkt sich auf Lebensmittel bei Aldi, Lidl und Co. aus

Im Jahr 2021 galt Russland laut EU-Angaben als größter Weizenexporteur weltweit. Auf dem fünften Platz liegt die Ukraine. Sie gilt als eine der Kornkammern Europas. Der Krieg soll Medienberichten zufolge die ukrainischen Exporte bereits nahezu zum Erliegen gebracht haben. Doch was ist die Folge für Weizenmehl und andere Getreideprodukte in den Supermärkten und Discountern in Deutschland?

„Wir gehen davon aus, dass dieser Krieg die Preise noch weiter steigen lässt“, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, der Augsburger Allgemeinen. Auch die Landwirte leiden nach seiner Aussage unter hohen Kosten: „Bei Düngemitteln kommt es bereits zu ersten Versorgungsengpässen oder Ausfällen, die Preise sind weiter sehr hoch und werden bei höheren Gaspreisen wohl noch weiter steigen“, erklärte Rukwied. Das könnte sich wiederum auf Preise und Verfügbarkeit von Mehl und Getreideprodukten auswirken. (Sophia Lother) *hna.de und heidelberg24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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