Krieg in der Ukraine: „Schwieriger Tag“ für Armee – Russland bietet Zivilbevölkerung „freien“ Abzug an

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  • Johannes Nuß

  • Delia Friess

    Delia Friess

  • Daniel Dillmann

    Daniel Dillmann

Die Invasion der Ukraine gestaltet sich schwieriger, als von Russland erwartet. Jetzt könnte Belarus mit Soldaten eingreifen.

  • Der Angriff aus Russland* trifft in der Ukraine* auf heftigen Widerstand.
  • Laut Angaben aus den USA* ist das russische Verteidigungsministerium über die Härte des ukrainischen Widerstands überrascht.
  • Russland soll im Ukraine-Konflikt* bereits mit einer deutlich höheren Zahl an Opfern rechnen. Auch die Nato* geht von „Problemen“ aus.

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+++ 09.10 Uhr: Im Kampf um Kiew können Zivilisten nach Angaben der russischen Armee die ukrainische Hauptstadt „frei“ verlassen. Die Menschen dürften die Stadt über die Autobahn Kiew-Wassylkiw im Südwesten verlassen, sagte ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums am Montag (28.02.2022). Er warf den ukrainischen Truppen vor, Zivilisten als „menschliche Schutzschilde“ zu nutzen.

Im seit fünf Tagen andauernden Krieg in der Ukraine habe die russische Luftwaffe die „Lufthoheit über dem gesamten Territorium der Ukraine erlangt“, fügte der Sprecher hinzu. Russland hatte bereits am ersten Tag des Angriffs erklärt, die Luftabwehr der Ukraine ausgeschaltet zu haben. Seither gingen die Kämpfe in dem Land jedoch unvermindert weiter.

Ein gepanzerter Mannschaftswagen brennt und beschädigte Nutzfahrzeuge stehen nach Kämpfen in Charkiw auf einer Straße.

© Marienko Andrew/dpa

Unterdessen bezeichnete der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte den Sonntag als „schwierige Zeit“ für das Militär. In einem englischsprachigen Beitrag auf Facebook hieß es, dass Verteidigungsstreitkräfte auf dem Militärflugplatz Vasylkiv südwestlich von Kiew Artillerieangriffen und russischen Angriffen Widerstand leisteten.

Ukraine-Russland-Krieg: Belarus könnte sich heute in den Krieg einschalten

+++ 06.45 Uhr: Belarus könnte sich nach Spekulationen am Montagmorgen offiziell mit Soldaten in den Krieg Russland gegen die Ukraine einschalten. Belarussische Fallschirmjäger sollen den Befehl bekommen haben, um 5.00 Uhr in die Ukraine zu fliegen, schreibt die ukrainischen Agentur Unian. Sie beruft sich dabei auf Informationen von Andrej Strischak von der Nichtregierungsorganisation Bysol (Belarus Solidarity Foundation), die sich für Betroffene von politischen Repressionen in Belarus einsetzt. Diese Informationen ließen sich nicht unabhängig prüfen.

Ukrainischen Flüchtlingen, die in Polen angekommen sind, übernachten in der Bahnhofshalle.

© Attila Husejnow/dpa

Der belarussische Präsident Lukaschenko hatte nach Angaben von des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj noch am Sonntag versichert, nicht in den Krieg eingreifen zu wollen.

+++ 04:30 Uhr: Die UN-Vollversammlung kommt am Montag um 16:00 Uhr zu einer Dringlichkeitssitzung zum russischen Angriff auf die Ukraine zusammen. Das beschloss der UN-Sicherheitsrat am Sonntag. Bei der Sitzung sollen alle 193 Mitglieder der Vollversammlung Gelegenheit haben, ihre Ansichten zu der Invasion zu äußern. Russland stimmte gegen die Entscheidung, hatte laut UN-Regelwerk jedoch keine Vetomöglichkeit.

Ukraine-Krieg: Dringlichkeitssitzung der UN-Vollversammlung am Montag

Ein Resolutionsentwurf, der von den Europäern in Abstimmung mit der Ukraine erarbeitet wurde, „verurteilt Russlands Aggression gegen die Ukraine in den stärksten Worten“. Frankreich kündigte derweil an, am Montag einen Resolutionsentwurf in den UN-Sicherheitsrat einzubringen, in dem eine sofortige Waffenruhe in der Ukraine gefordert wird. Diese müsse „jeglichen Friedensverhandlungen vorausgehen“, erklärte der Präsidentenpalast in Paris. Zudem werde in dem Entwurf ein bedingungsloser Zugang für humanitäre Hilfe gefordert.

Zur Debatte über diesen Vorstoß berief Frankreich für Montag um 21:00 Uhr eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats ein. Die Abstimmungen über die Resolutionen in der Generalversammlung sowie im Sicherheitsrat wird jeweils erst für Dienstag erwartet. Während Russlands Krieg in der Ukraine in Europa, Afrika und Nordamerika auf weitgehende Ablehnung stößt, haben einige Länder wie Brasilien, Indien und China ihre Neutralität bekräftigt. Einige Russland-Verbündete wie Syrien, Kuba oder Venezuela haben ihre Unterstützung für Moskaus Angriffskrieg ausgesprochen.

Ukraine-Krieg: Russland-Verbündete sprechen Unterstützung für Moskaus Angriffskrieg aus

+++ 04:08 Uhr: Die Verluste der russischen Armee steigen nach ukrainischen Angaben weiter. Seit Beginn des Krieges mit der Ukraine soll die russische Seite einen „Verlust“ von etwa 4500 Soldaten zu verzeichnen haben, wie der ukrainische Generalstab am Sonntagabend erklärte. Außerdem seien Hubschrauber, Panzer und weitere militärische Fahrzeuge zerstört worden. Die Angaben ließen sich nicht von unabhängiger Seite überprüfen. Russland räumte eigene Opfer beim Krieg gegen die Ukraine ein, ohne jedoch Zahlen zu nennen.

+++ 03:31 Uhr: Die Europäische Union hat in der Nacht zum Montag ihre schwerwiegenden Sanktionen gegen die russische Zentralbank in Kraft gesetzt. Sie umfassen nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein Verbot von Transaktionen mit dem Finanzinstitut. Zudem werden alle Vermögenswerte der Bank in der EU eingefroren, um zu verhindern, dass damit der Krieg von Kremlchef Wladimir Putin gegen die Ukraine finanziert wird.

Update vom 28. Februar, 01:38 Uhr: Der Vormarsch russischer Invasionstruppen in der Ukraine wird nach Angaben aus dem US-Verteidigungsministerium weiterhin von heftiger Gegenwehr der Ukrainer gebremst. „Die Ukrainer leisten erbitterten Widerstand“, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des Ministeriums am Sonntag (Ortszeit) in einem Briefing für Journalisten. „Das ist heldenhaft, das ist inspirierend, und das ist für die Welt sehr deutlich zu sehen.“ Man beobachte zudem „Treibstoff- und Logistikengpässe“ der russischen Truppen.

Ukraine: Wohl Treibstoff- und Logistikengpässe bei russischen Truppen

„Nach unserer Einschätzung haben sie nicht mit dem Ausmaß des Widerstands gerechnet, auf den sie stoßen würden“, sagte der Regierungsvertreter weiter. Es sei aber davon auszugehen, dass die russischen Streitkräfte sich anpassen und die Herausforderungen bewältigen würden. Nach US-Einschätzung habe der russische Präsident Wladimir Putin erst zwei Drittel seiner für die Invasion an der Grenze zusammengezogene „Kampfkraft“ im Einsatz in der Ukraine.

+++ 21.30 Uhr: Auf einem UN-Klimatreffen in Paris soll sich der Leiter der russischen Delegation übereinstimmenden Medienberichten zufolge, darunter AFP und Focus.de, für den Großangriff Russlands auf die Ukraine entschuldigt haben. Überraschend soll Oleg Anisimow erklärt haben, dass er „im Namen aller Russen für die Unfähigkeit, diesen Konflikt zu verhindern, um Entschuldigung bitten“ wolle. „Diejenigen, die sehen, was passiert, können keine Rechtfertigung für diesen Angriff auf die Ukraine finden“, zitierten offenbar drei Quellen aus der englischsprachigen Übersetzung von Anisimows Rede, die er nach der Rede der ukrainischen Delegierten hielt.

Auf AFP-Nachfrage stellte Anisimow klar, dass seine Worte nicht als „offizielle Erklärung der russischen Delegation“ zu verstehen seien. Vielmehr „drücken sie meine persönliche Meinung und Haltung aus“. Der russische Delegationsleiter hatte auf der Online-Konferenz der IPCC-Staaten Russisch gesprochen, und AFP hatte keinen Zugang zu seinem Originalbeitrag.

Andere Delegierte und Beobachter sollen laut AFP von Anisimows Beitrag sichtlich überrascht gewesen sein, wie ein halbes Dutzend Zeugen berichtete. „Er weiß, dass er ein persönliches Risiko eingeht, es war eine sehr aufrichtige Botschaft“, sagte ein Teilnehmer gegenüber AFP. Die 195 IPCC-Mitgliedstaaten hatten sich zwei Wochen lang mit der Zusammenfassung des zweiten Teils des IPCC-Berichts befasst, der sich mit den gravierenden Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur befasst.

Ukraine: Russland räumt Verluste ein – und droht Ukrainern: „Ihr werdet alle gefunden“

+++ 18.45 Uhr: Russland hat erstmals eigene Opfer beim Krieg gegen die Ukraine eingeräumt. „Die russischen Soldaten beweisen Tapferkeit und Heldentum bei der Ausführung der Spezialoperation“, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau, Igor Konaschenkow, der Agentur Tass zufolge am Sonntag (27.02.2022). „Leider gibt es unter unseren Kameraden Tote und Verletzte“, ergänzte er. Zahlen nannte Konaschenkow nicht. Er betonte aber, die Verluste seien um ein Vielfaches niedriger als die Zahl „ausgelöschter Nationalisten“. Russland bezeichnet die ukrainischen Streitkräfte als „Neonazis“.

Die Ukraine gab an, dass bei Russlands Angriff auf die Ukraine bisher etwa 4300 russische Soldaten getötet worden seien. Diese Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Russland drohte erneut der ukrainischen Regierung. Die „Anführer des Kiewer Regimes und ihre Ausführenden“ seien bekannt. „Ihr werdet alle gefunden und unweigerlich schwere Verantwortung tragen“, kündigte Konaschenkow an. Er warf der Ukraine vor, gegen die Konvention zur Behandlung von Kriegsgefangenen zu verstoßen. Ukrainische Vertreter hatten dazu aufgefordert, Fotos und Videos getöteter und gefangen genommener russischer Soldaten im Internet zu zeigen. Damit sollten die hohen russischen Verluste belegt werden.

Krieg in der Ukraine: Russische Armee vor Mariupol

+++ 18.30 Uhr: Streitkräfte der russischen Armee befinden sich nach Angaben eines Beamten des US-Verteidigungsministeriums etwa 50 Kilometer vor der Hafenstadt Mariupol im Südosten der Ukraine. Nach Angaben Russlands seien bereits zwei Siedlungen nordöstlich von Mariupol eingenommen worden. Die USA gehen davon aus, dass Mariupol dennoch „gut verteidigt werden kann“, sagte der US-Beamte gegenüber CNN. Dies schließe man aus den Informationen über die ukrainischen Militärpositionen. Aber auch Russland habe Militärpositionen im Schwarzen Meer.

Nach Einschätzung der USA bewegen sich die russischen Streitkräfte derzeit nicht auf Odessa zu. Odessa ist eine Hafenstadt am Schwarzen Meer, westlich von Mariupol. Russland versuche jedoch, mit Kräften, die von der Krim aus in die Ukraine eingedrungen sind, auf die östlich von Odessa gelegene Stadt Cherson vorzurücken, sagte der Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums.

Mariupol könne einem US-Beamten zufolge „gut verteidigt werden“. Dies schließe man aus den Informationen über die ukrainischen Militärpositionen.

© Evgeniy Maloletka / dpa

In der Region um Mariupol leben auch rund 100.000 Menschen griechischer Abstammung. Regierungschef Kyriakos Mitsotakis twitterte am Sonntag, dass mindestens zehn unschuldige Zivilisten griechischer Herkunft bei russischen Luftangriffen in der Nähe von Mariupol getötet worden seien. „Stoppen Sie das Bombardement jetzt!“, forderte Mitsotakis. Die russische Botschaft in Athen dementiert, dass Russland verantwortlich sei: Es habe in der betreffenden Region am Samstag keine russischen Lufteinsätze gegeben. Dem widersprach der Sprecher des griechischen Außenministeriums, Alexandros Papioannou: „Das, was die russische Botschaft sagte, sind falsche Nachrichten (fake news). Wir haben Beweise.“

Ukraine: Video zeigt Zerstörung russischer Panzerkolonne nahe Kiew

+++ 16.00 Uhr: Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew, sagte in einem Interview mit Sky News, dass ein Großteil der russischen Armee nun kurz vor Kiew stehe. Sie seien rund 20 Kilometer oder „vielleicht weniger“ von Kiew entfernt, so Klitschko.

Laut dem US-Nachrichtensender CNN haben ukrainische Streitkräfte eine Kolonne russischer Schützenpanzer und anderer Fahrzeuge am Rande der Hauptstadt Kiew zerstört. Dies sei auf einem Video zu sehen, das CNN vorliegt. Das am Sonntagmorgen (27.02.2022) aufgenommene Video zeige die russische Kolonne, die sich mit hoher Geschwindigkeit durch ein Wohnviertel (Bucha) am westlichen Stadtrand bewegt.

Laut dem US-Nachrichtensender CNN haben ukrainische Streitkräfte eine Kolonne russischer Schützenpanzer und anderer Fahrzeuge am Rande der Hauptstadt Kiew zerstört.

© Emilio Morenatti / dpa

Kurze Zeit später seien die meisten Fahrzeuge demoliert und einige von ihnen auf die Seite gedreht. Von den russischen Soldaten gebe es keine Spur. Ein Mann sei zu hören, der auf Ukrainisch flucht und sagt: „Sie sind in unser Land gekommen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie alle in der Hölle schmoren. Ich würde mein Leben geben, wenn es nötig wäre.” Der Ukrainer ergänzt, die ukrainische Luftwaffe habe „ihre Arbeit gut gemacht.“ Es ist noch unklar, wie der Angriff auf den Konvoi durchgeführt wurde.

Auch die Hauptstadt Kiew ist nach Angaben der Stadtverwaltung am Sonntag (27.02.2022) weiterhin unter der Kontrolle der ukrainischen Armee. In der Nacht gab es nach Angaben der Behörden aber Gefechte mit russischen „Saboteuren“. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko verhängte deshalb eine vollständige Ausgangssperre bis Montagmorgen. In den Straßen patrouillierten Soldaten mit gezogenen Waffen.

Ukraine: „Putin hat diesen Krieg verloren“ – Nachschub wird zum Problem für Russland

+++ 13.11 Uhr: Russland scheint im Krieg mit der Ukraine deutlich höhere Verluste an militärischem Gerät zu erleiden als von der Führung im Kreml zunächst angenommen. Hinzu kommen offenbar Probleme, den Luftraum über der Ukraine zu sichern. „Die ukrainische Luftabwehr einschließlich ihrer Flugzeuge ist weiterhin einsatzbereit“, sagte ein offizieller Beamter des Pentagons gegenüber dem Nachrichtensender CNN.

Das wiederum mache es laut CNN einer „großen Armee schwieriger, sich fortzubewegen“. Vor allem die Nachschubrouten aus Russland und Belarus seien von Angriffen gefährdet. Dadurch wurden Engpässe zum Beispiel bei der Benzinversorgung entstehen, die wiederum den Apparat verlangsamen würden.

Laut den Erkenntnissen der US-Armee ist es den russischen Verbänden bislang nicht gelungen, die Kontrolle über eine der großen Städte der Ukraine zu erringen. Auch aus der Nato* heißt es gegenüber CNN über Russlands Truppen: „Sie haben Probleme.“

Ukraine-Krieg: „Russland wird verlieren“

+++ 11.54 Uhr: Neben dem heftigen Widerstand, auf den die russische Armee bei ihrer Invasion der Ukraine trifft, gerät Wladimir Putin auch aus anderer Richtung unter Druck. In zahlreichen Städten Russlands demonstrierten die Menschen am Samstag gegen den Ukraine-Krieg. Auch für den heutigen Sonntag sind Proteste zu erwarten.

Ukraine-Krieg: Berichte über hohe Verluste der russischen Armee

+++ Update, 08.24 Uhr: Die Lage in der Ukraine bleibt unübersichtlich. Während die ukrainische Armee von hohen Verlusten auf russischer Seite spricht, bleibt der Kreml auffallend ruhig und hat bislang keinerlei Angaben zur Zahl der Opfer in den eigenen Reihen gemacht.

In den USA hat sich nun der ehemalige Nationale Sicherheitsberater der Regierung, General Keith Kellog, zu Wort gemeldet. Der 77 Jahre alte Militärveteran sagte im Interview mit dem Sender Fox News*: „Putin hat diesen Krieg verloren. Ich glaube, Russland wird verlieren.“ Laut dem ehemaligen Berater von Donald Trump* habe Russland bereits seine erste Angriffsreihe in den Krieg geworfen, doch die ukrainische Armee leiste erfolgreich Widerstand. „[Putin] wird noch vielleicht noch mehr Truppen einsetzen und vielleicht wird er Kiew erobern. Aber die Ukrainer werden Widerstand leisten“.

Laut Kellog ist die Situation in der Ukraine vergleichbar mit dem Krieg der Sowjetunion in Afghanistan* zwischen 1979 und 1989. „Wenn man in der Sowjetunion dachte, Afghanistan sei schlecht gelaufen, dann sollte Putin besser auf die Ukraine schauen. Sie wird ein echtes Wespennest für ihn werden“, so Kellog.

Ukrainische Soldaten stellen sich in Kiew den Truppen aus Russland entgegen.

© Emilio Morenatti/dpa

Ukraine-Krieg: Russland rechnet mit hohen Verlusten und vielen Opfern auf eigener Seite

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Der Kampf um die Hauptstadt der Ukraine ist in vollem Gange. Videos und Fernsehbeiträge zeigen Kiew unter Raketenbeschuss; zeigen zahlreiche Explosionen in der Millionenmetropole. Doch die russische Armee trifft auf harten Widerstand der ukrainischen Einheiten. Der Vormarsch scheint zumindest verlangsamt worden zu sein.

In Russland soll der unerwartet harte Kampf um Kiew bereits für Frustrationen im Militärapparat gesorgt haben. Das berichtet die Tageszeitung USA Today und beruft sich dabei auf Informationen aus dem US-Verteidigungsministerium. Die Militärführung Russlands soll aufgrund der Schwierigkeiten bei der Einnahme von Kiew bereits damit begonnen haben, weitere Truppen in Richtung Ukraine zu verlegen.

Russland im Krieg mit der Ukraine: Zahl der Opfer variiert

Während in Kiew der Kampf zwischen Russland und der Ukraine tobt, bereitet sich das russische Gesundheitsministerium offenbar auf einen „medizinischen Notfall“ im eigenen Land vor. Das geht aus geheimen Dokumenten des Ministeriums hervor, die der Journalistin Emma Burrows vorliegen. Die Echtheit der Dokumente lässt sich zunächst nicht verifizieren. Laut den Dokumenten wurden Krankenhäuser in Russland aufgefordert, Listen vom medizinischen Personal zu erstellen, um dieses im Notfall in Dienst nehmen zu können. Das Personal soll sich demnach darauf einstellen, in andere Gebiete gebracht zu werden, um dort „Leben zu retten und die Gesundheit des russischen Volkes zu schützen“.

Die Angaben über Opfer im Krieg zwischen Russland und der Ukraine variieren stark. Am Samstag hatte die ukrainische Armee von bis zu 4000 Opfern auf Seiten der russischen Invasoren gesprochen. Russland selbst hat bislang gar keine Angaben zu möglichen Verlusten gemacht. Gemäß den Zahlen der Behörden sind auf ukrainischer Seite bislang etwa 200 Menschen gestorben. Tausende sollen verletzt worden sein. Die Vereinten Nationen hatten zuletzt mindestens 25 zivile Opfer in Kiew vermeldet. (Daniel Dillmann) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Evgeniy Maloletka / dpa

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Krieg in der Ukraine: „Schwieriger Tag“ für Armee – Russland bietet Zivilbevölkerung „freien“ Abzug an

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