Manchester City gewinnt hitziges Viertelfinal-Duell mit Atlético Madrid – Nullnummer im Rückspiel reicht

Nach zwei defensiv orientierten Fünfer-Reihen im Hinspiel setzte Atlético-Coach Diego Simeone diesmal auf ein 5-4-1 mit João Félix an vorderster Front. Sein Gegenüber, Pep Guardiola, entschied sich erneut für ein 4-3-3-System.

Die ersten Minuten der Madrilenen waren nicht mal ansatzweise mit der abwartenden Herangehensweise im Hinspiel zu vergleichen. Sie spielten forsch nach vorne, gefährlich wurde es für City dabei aber nicht.

Mit zunehmender Dauer kamen die Gäste besser ins Spiel. Sie erarbeiteten sich ein Chancenplus, für einen Treffer fehlte es ihnen allerdings an Präzision im Abschluss. Die Spanier hatten in Halbzeit eins deutlich weniger Ballaktionen und schossen lediglich einmal.

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Manchester City schloss hingegen achtmal ab, platzierte das Spielgerät im Gegensatz zu Atlético dabei aber kein einziges Mal aufs Ziel. Knapp wurde es trotzdem einmal, denn İlkay Gündoğan scheiterte in der 30. Minute im Strafraumzentrum am Pfosten.

Die Madrilenen erwischten nach der Pause den besseren Start. Weltmeister Antoine Griezmann (57.) schoss aus 20 Metern knapp vorbei, auch Rodrigo de Paul (70.) verzog aus aussichtsreicher Position. Manchester entglitt zunehmend die Kontrolle.

Es folgte eine turbulente Schlussphase. In dieser leistete Felipe seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er wegen Nachtretens gegen Phil Foden mit Gelb-Rot vom Platz musste (90.+1) und Atlético dementsprechend die letzten der zwölf Minuten Nachspielzeit in Unterzahl absolvieren musste.

Gündoğan hatte die Entscheidung auf dem Fuß, der deutsche Nationalspieler scheiterte aber am abwehrenden Jan Oblak (90.+6).

Atlético warf nochmal alles nach vorne und hätte beinahe noch die Verlängerung erzwungen, als Joker Ángel Correa nach über 100 Minuten Spielzeit innerhalb des Sechzehners zum Abschluss kam, doch an Ederson scheiterte (90.+12).

Star-Trainer Guardiola darf damit weiter von seinem ersten Champions-League-Triumph seit elf Jahren träumen. In der Runde der letzten Vier geht es für Manchester nun gegen Rekordchampion Real Madrid (26./27. April und 3./4. Mai).

Die Stimmen:

Diego Simeone (Trainer Atlético Madrid): “Wir wollen gewinnen – egal wie. Deshalb bin ich sehr enttäuscht, dass wir ausgeschieden sind. Aber wir wurden von einem außergewöhnlichen Gegner besiegt. Normalerweise schießen sie drei oder vier Tore. Aber wir haben sie unter Druck gesetzt, nur wenige Chancen zugelassen und ihr brillantes Kombinationsspiel unterbunden. Uns hat das nötige Tor gefehlt, also müssen wir ihnen zum Weiterkommen gratulieren.”

Pep Guardiola (Trainer Manchester City): “In der zweiten Halbzeit waren sie besser als wir und wir hatten Glück, dass wir keinen Gegentreffer kassiert haben. Insgesamt stehen wir aber im Halbfinale – und das ist verdient.”

Koke (Atlético Madrid): “Uns fehlte einfach das Tor, das wir anstrebten. Wir wussten schon vor dem ersten Spiel, wie das Spiel ausgehen würde und was wir zu tun hatten. Es ist leicht, uns zu kritisieren, aber wir gehen hier mit Stolz auf unsere Leistung vom Platz, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat.”

John Stones (Manchester City): “Ich denke, wir haben in beiden Spielen gegen eine erfahrene Mannschaft mit einem so niedrigen Block unglaublich gut gespielt. Ich bin so stolz auf die Jungs heute und so glücklich, dass wir durch sind. Das ist ein toller Abend.”

Der Tweet zum Spiel:

Guardiola avancierte zum ersten Trainer, der in diesem Wettbewerb neunmal ins Halbfinale einzog.

Das fiel auf: Citys defensiver Leistungsabfall nach der Pause

Manchester City kassierte in der Königsklasse seit Dezember vergangenen Jahres kein Gegentor mehr. Damals mussten sie gegen RB Leipzig gar zwei schlucken (1:2). Nachdem die Rojiblancos im Hinspiel kein einziges Mal zum Abschluss kamen und sich auch in der ersten Hälfte des Rückspiels offensiv nur selten durchsetzten, leistete sich die Pep-Elf nach dem Seitenwechsel defensiv einige Unachtsamkeiten, die beinahe bitter bestraft wurden. Atlético schloss nach der Pause 13-mal ab. Und das neunmal innerhalb des Strafraums, woran die in Halbzeit zwei durchaus löchrige City-Defensive alles andere als unbeteiligt war.

Die Statistik: 100

Die Skyblues absolvierten die 100. Champions-League-Partie ihrer Vereinsgeschichte. In diesen fuhren sie beeindruckende 55 Siege sein. Eine bessere Ausbeute hatte lediglich Real Madrid, das in der Königsklasse in den ersten 100 Begegnungen 57-mal gewann.

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