Ukraine-Krieg – Selenskyj kontert Russland: „Haben ihre Pläne ruiniert“

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  • Johannes Nuß

  • Nail Akkoyun

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  • Teresa Toth

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  • Daniel Dillmann

    Daniel Dillmann

Wolodymyr Selenskyj meldet sich aus dem hart umkämpften Kiew zu Wort. Der Präsident der Ukraine gibt sich trotz heftiger Angriffe aus Russland weiter siegessicher.

  • Der Angriff aus Russland* auf die Ukraine* wird vor der Hauptstadt Kiew offenbar aufgehalten.
  • In Kiew befindet sich auch Präsident Wolodymyr Selenskyj. In Videobotschaften wendet er sich an US-Präsident Joe Biden*, Russlands Präsident Wladimir Putin* und an seine Landsleute.
  • Alle Neuigkeiten zum Ukraine-Konflikt* und zum Verbleib Wolodymyr Selenskyjs in unserem Liveticker.

+++ Update, 07.55 Uhr: In seiner letzten Videobotschaft aus Kiew gibt sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyij weiter siegessicher. „Wir haben den feindlichen Attacken standgehalten und sie erfolgreich abgewehrt. Die Kämpfe gehen in verschiedenen Regionen und Städten weiter“, so Selenskyj laut dem US-Nachrichtensender CNN.

Selenskyj verurteilte die Artillerieattacken und den Raketenbeschuss Kiews von der russischen Armee. Gleichetig gab sich der ukrainische Präsident aber siegessicher. „Wir haben ihre Pläne ruiniert. Sie haben keinen Vorteil uns gegenüber mehr.“

Ukraine: Selenskyj dankt Macron für Lieferung von Militärmaterial 

Update vom Sonntag, 27. Februar, 04:31 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich bei Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für weitere Lieferungen militärischer Ausrüstung bedankt. Macron habe Selenskyj in der Nacht zum Sonntag gegen Mitternacht angerufen, erklärte der Elysée-Palast. Bei der Gelegenheit habe der Ukrainer auch Frankreichs Einsatz für den nun gemeinschaftlicher von westlichen Staaten beschlossenen Ausschluss russischer Banken aus dem internationalen Zahlungssystem Swift gewürdigt.

Im Krieg mit Russland: Wolodymyr Selenskyi, Präsident der Ukraine.

© Ukrainian Presidents Office/imago

Paris hatte am Samstag wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine weitere Militär-Lieferungen beschlossen. Kiew hatte dem französischen Verteidigungsministerium kürzlich eine Liste benötigter Ausrüstung vorgelegt, darunter vor allem Luftabwehrwaffen.

+++ 22.00 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat sich über Twitter erneut aus Kiew gemeldet. In einem Post schrieb der ukrainische Präsident, er habe mit Boris Johnson* telefoniert. Selenskyj dankte dem Premierminister von Großbritannien* für „seine Position, neue Entscheidungen zur Verbesserung der Kampffähigkeiten der ukrainischen Armee. Vereinbarte weitere gemeinsame Schritte, um dem Aggressor zu begegnen.“

Zur Person
Name Wolodymyr Selenskyj
Position Präsident der Ukraine
Alter 44 Jahre (geboren am 25. Januar 1978)
Ehepartnerin Olena Selenska (seit 2003)
Kinder Aleksandra Selenskaya, Kiril Selenskyj

Ein weiteres Telefonat hatte Selenskyj auch mit Papst Franziskus geführt, wie der ukrainische Präsident ebenfalls auf Twitter schrieb. In dem Gespräch habe Papst Franziskus seinen tiefen Schmerz über die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zum Ausdruck gebracht, teilte die Ukrainische Botschaft beim Heiligen Stuhl am Samstagabend per Twitter mit. Der Vatikan bestätigte das Telefonat ohne weitere Details zum Inhalt. Selenskyj bedankte sich via Twitter für die Gebete des Papstes. Zuvor hatte Franziskus in zahlreichen Sprachen, darunter auch auf Russisch und Ukrainisch, zum Frieden in der Ukraine aufgerufen.

Ukraine: Selenskyj ruft zum Kämpfen auf – Russland hat „keine einzige Chance“

+++ 20.39 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine einen „Genozid“ vorgeworfen. Der UN-Sicherheitsrat müsse Russlands Handlungen als „Genozid“ einstufen, schrieb das Staatsoberhaupt am Samstagabend bei Twitter. Zudem sollte Russland das Stimmrecht im UN-Sicherheitsrat entzogen werden. Zuvor hatte Selenskyj mit UN-Generalsekretär António Guterres gesprochen.

Russlands Präsident Wladimir Putin wirft dem Nachbarland trotz fehlender Beweise ein Massenverbrechen am russischstämmigen Volk in der Ostukraine vor. „Die sogenannte zivilisierte Welt zieht es vor, den von Kiew begangenen Genozid im Donbass zu ignorieren“, hatte er kürzlich gesagt. Vier Millionen Menschen seien betroffen. Putin hatte am Donnerstag einen Einmarsch in die Ukraine befohlen.

Ukraine-Konflikt: Präsident Selenskyj äußert sich zu deutschen Waffenlieferungen

+++ 19.48 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßt die von Deutschland angekündigten Waffenlieferungen an die Ukraine. „Deutschland hat soeben die Lieferung von Panzerabwehrgranatwerfern und Stinger-Raketen an die Ukraine angekündigt. Weiter so, Bundeskanzler Olaf Scholz! Anti-Kriegs-Koalition in Aktion!“, schrieb Selenskyj auf Twitter.

Ukraine-Präsident Selenskyj berichtet von Gefechten

+++ 15.19 Uhr: Nach Darstellung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind inzwischen Zehntausende russische Truppen in die Ukraine einmarschiert. „Mehr als 100.000 Eindringlinge sind in unserem Land“, schrieb das Staatsoberhaupt am Samstag auf Twitter. „Sie schießen heimtückisch auf Wohngebäude.“ Er appellierte an den UN-Sicherheitsrat, die Ukraine dringend politisch zu unterstützen. „Stoppt gemeinsam den Angreifer!“

Ukraine-Präsident Selenskyj meldet sich: „Die Kämpfe gehen weiter“

+++ 13.05 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich erneut zu Wort gemeldet. In einer neuen Videobotschaft berichtete er über die andauernden Kämpfe in Kiew und anderen Landesteilen. „Die Kämpfe gehen in vielen Städten und Gebieten unseres Landes weiter“, sagte Selenskyj in der rund fünfminütigen Ansprache am Samstag. Russische Truppen wollten das Stadtzentrum von Kiew einnehmen und „hier ihre Marionetten installieren“, warnte er. Bislang seien die Hauptstadt und andere strategisch wichtige Städte aber unter Kontrolle der ukrainischen Armee. Zudem warf Selenskyj Russland vor, ukrainische Wohngebiete zu attackieren. Moskau bestreitet das.

Auch die Aufnahme seines Landes in die Europäische Union kam in der Videobotschaft zur Sprache. Demnach sprach sich der ukrainische Staatschef für eine EU-Mitgliedschaft seines Landes aus – derzeit ein aussichtsloses Unterfangen. Ebenfalls forderte er Deutschland und Ungarn auf, einen Ausschluss Russlands aus dem internationalen Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift* voranzutreiben. Die EU und die USA haben bereits weitreichende Wirtschaftssanktionen als Reaktion auf die russische Aggression in der Ukraine verhängt.

Ukraine-Konflikt: Wolodymyr Selenskyj stellt aus Kiew Forderungen an die EU

+++ 09.40 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Aufnahme seines Landes in die Europäische Union gefordert. Bislang galt eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine als ausgeschlossen. Selenskyj zufolge habe er nun jedoch mit EU-Ratspräsident Charles Michel über „weitere wirksame Hilfe“ sowie den „heldenhaften Kampf der Ukrainer für ihre freie Zukunft“ diskutiert.

Ukraine-Konflikt: Wolodymyr Selenskyj ruft zum Widerstand in Kiew auf

+++ 07.58 Uhr: Vor wenigen Minuten hat sich Wolodymyr Selenskyj erneut zu Wort gemeldet. In einem neuen Video wendete sich der Präsident der Ukraine an die Beölkerung seines Landes. Währenddessen setzt die Armee Russlands den Angrif auf Kiew fort.

In seinem Video, dass Selenskyi in den Straßen der Hauptstadt der Ukraine zeigt, ermutigt der Präsident seine Landsleute erneut zum Widerstand gegen die Invasion Russlands auf. „Unsere Waffe ist die Wahrheit“, sagte Selenskyi.

+++ Update, 07.30 Uhr: Sowohl der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj als auch das ihm unterstellte Verteidigungsministerium der Ukraine haben die Bevölkerung des Landes aufgerufen, Widerstand gegen die vorrückende Armee Russlands zu leisten. „Haben Sie eine Drohne? Geben Sie sie einem erfahrenen Piloten der Armee!“, stand in einem Post auf der Facebook-Seite des Verteidigungsministeriums.

Ukraine-Konflikt – Wolodymyr Selenskyj meldet sich aus Kiew zu Wort

Erstmeldung: Kiew – Mitten im Angriff Russlands auf die Ukraine meldet sich Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Wort. In einem Videochat soll sich der ukrainische Präsident bereits von seinen Kolleginnen und Kollegen aus der Europäischen Union verabschiedet haben. „Dies könnte das letzte Mal sein, dass sie mich lebend sehen“, soll Selenskyj gesagt haben. Das berichten das US-Nachrichtenportal Axios und die Financial Times.

Das 44 Jahre alte Staatsoberhaupt der Ukraine soll sich nach wie vor in Kiew aufhalten. Die Hauptstadt ist umstellt von russischen Truppen. Aus mehreren Stadtteilen der Millionenmetropole werden bereits Straßenkämpfe gemeldet. Selenskyj soll sich in einem geheimen Bunker irgendwo im Zentrum der Stadt befinden. In dem Gespräch mit den Staatsführerinnen und -führern der EU habe der Präsident gesagt, er wolle unter allen Umständen in Kiew bleiben. Gegenüber Russland erhob er schwere Vorwürfe. „Sie wollen die Ukraine auch politisch zerstören, in dem sie unser Staatsoberhaupt stürzen“, so Selenskyj. „Ich bin das Ziel Nummer Eins.“

Ukraine-Konflikt: Wolodymyr Selenskyj wirft dem Westen Untätigkeit vor

Stunden später veröffentlichte Wolodymyr Selenskyj ein weiteres Video. Dieses wurde offenbar in der Nacht in den Straßen Kiews aufgezeichnet. Der ukrainische Präsident erscheint in diesem Video mit vier weiteren Mitgliedern seines Kabinetts. „Wir sind hier. Wir sind in Kiew. Wir verteidigen die Ukraine“, sagte Selenskyj mit entschlossenem Gesichtsausdruck in dem kurzen Video.

In den Tagen zuvor hatte Wolodymyr Selenskyj unter anderem schwere Vorwürfe gegen die EU und die Nato* erhoben. „Wir verteidigen unser Land alleine“, sagte der Präsident der Ukraine zu Beginn der Invasion aus Russland. Doch besonders in die Kritik nahm Selenskyj die USA*. „Das mächtigste Land der Welt schaut aus sicherer Entfernung zu“, so Selenskyj. Gleichzeitig richtete er einen Appell an alle „Europäer mit Kampferfahrung.“ Sie sollten die „Untätigkeit ihrer Regierungen ignorieren“ und in die Ukraine reisen, um sich dort am Kampf gegen Russland zu beteiligen. (Daniel Dillmann) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Ukrainian President s Office via www.imago-images.de

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